Seit 40 Jahren gibt es Ikea in Deutschland. Da können schon mal Abnutzungserscheinungen auftreten. Gemeinsam mit der Bloggerin Marilen Hoffstädter von Saustarkdesign machen wir den Design-Check.

Am 17. Oktober 1974 eröffnete die erste Ikea-Filiale in Deutschland. Heute gibt es hierzulande 48 Filialen, die jedes Jahr um die 100 Millionen Besucher anziehen. Bei Ikea kauft also gefühlt jeder einmal ein. Und das ist auch schon das Problem: Die dort gekauften Möbel stehen bei jedem Zweiten in der Wohnung rum. Wer Freunde besucht, bekommt im Zweifel mehr vom Gleichen: das gleiche Sofa, der gleiche Küchentisch, das gleiche Regal. Individuell ist das nicht.

"Wenn ein Möbel von Ikea ist, erkennt man das direkt. Die Farbe und das Design der Möbelstücke ähneln sich sehr - da hat Ikea nicht so viel Auswahl."

Marilen Hoffstädter ist Bloggerin auf Saustarkdesign und pimpt Möbel. Ikea-Hacks nennt man das. Da wird aus einem Expedit-Regal eine bequeme Sitzbank, die Couch wird auseinander genommen und in origineller Variante aufgebaut, aus dem langweiligen Tisch wird nach großzügigem Einsatz von Säge, Schrauben und Kleber ein besonderes Einzelstück. Marilens Lieblingsmöbel ist der Regal-Klassiker Billy: "Das Design ist klassisch und man kann Billy supergut verbauen, so dass man gar nicht mehr erkennt, dass es Ikea ist."

Fließbandware oder exklusives Designer-Stück

Ein weiterer Liebling der Ikea-Hacker ist der quadratische Lack-Tisch. "Aus dem Tisch wird alles Mögliche gebaut", erzählt Marilen, "Sessel zum Beispiel Regale, oder auch fahrbare Hocker." Ziel dabei ist immer: Das Möbel soll aussehen wie ein exklusives Designer-Stück - und eben nicht wie Fließbandware aus dem schwedischen Möbelhaus.

Wie man aus Billy ein individuelles Bücherregal macht