Sie schmecken nach Pumpkin, Turkey oder Bacon - Hundekekse mit THC. In den USA werden sie verkauft. Sie sollen bei älteren Hunden Schmerzen lindern.

Sie machen müde Hunde munter, schmerzfrei oder sorgen für mehr Appetit: Cannabis-Cookies. In den USA, wo der medizinische Konsum von Marihuana auch für Menschen in fast der Hälfte aller Bundesstaaten legal ist, kann man sie kaufen. Und viele Hundebesitzer schwören auf die Wirkung der Drogen-Kekse.

Das Problem dabei: Kein Tierarzt kann diese Kekse verschreiben, denn es gibt kein Cannabis-Produkt, das für Tiere als Medikament zugelassen ist. Die Kekse werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Und noch gibt es kaum Studien zu deren Wirkung.

"Manche Firmen werben recht offensiv damit, wie gut das Zeug für die Gesundheit der Haustiere sein soll."
Verena von Keitz, DRadio-Wissen-Reporterin

Dogs on Dope

Auch die FDA (Food and Drug Administration) hat darum ein Auge darauf. In den Keksen steckt eben nicht nur das schmerzlindernde Cannabidiol sondern auch das berauschende THC. Und immer wieder gibt es Hunde, die eine Marihuana-Vergiftung erleiden. Manche sind dann hyperaktiv, auch extremes Speicheln, Erbrechen oder Kreislaufprobleme können Symptome sein.

In Deutschland, wo der medizinische Marihuana-Konsum viel strenger geregelt ist, sind Cannabis-Cookies noch nicht im Handel. Als Medikament, das die Lebensqualität älterer Hunde verbessert, wären sie vielleicht eine Alternative. Unsere Reporterin Verena von Keitz meint aber: "Mir haben mehrere Tierärzte von Fachkliniken gesagt, dass wir da noch hinterher hinken".

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