Manche Szenen zum Beispiel in Game of Thrones sind so dunkel, dass man kaum etwas erkennt. Das ist Absicht, und mit etwas Entspannung werden sie vielleicht sogar zum Erlebnis.

Die Brightness hat DRadio-Wissen-Reporter Stephan Beuting beim Fernseher schon hochgedreht, den Energie-Spar-Modus beim Notebook deaktiviert. Aber trotzdem sind manche Serien, die er guckt, einfach super dunkel.

Dass manche Serien und Filme bei wenig Licht gedreht werden, ist ihm zum Beispiel bei Game of Thrones, dem Batman-Prequel Gotham und der Marvel-Serie Jessica Jones aufgefallen. Filmemacher und Regisseur Jakob Lass bestätigt: Ja, es gibt heute mehr dunkle Szenen - sowohl inhaltlich als auch bei der Beleuchtung.

Risiko war groß, nicht gut auszuleuchten

Es ist in gewisser Weise erklärbar: Während früher auf echtem Film gedreht wurde, der entwickelt werden musste, wussten die Filmemacher nie so genau, wie es sich später mit dem Licht verhält. Und dann hing es auch noch vom Projektor und dessen Lichtstärke im Kino ab. Das Risiko war deshalb einfach zu groß, NICHT gut auszuleuchten.

Heute, nach der Digitalisierung, ist das Risiko kleiner, und manche Regisseure wollen ihren Zuschauern wohl auch mehr zumuten. Davon abgesehen passt wenig Licht ja zur auch düsteren Grundstimmung einiger Plots. Einigen geht das aber auf die Nerven und beschweren sich: Zu dunkel!

Drei Hinweise für den Umgang mit dunklen Szenen in Serien und Filmen:

  1. Material legal erwerben, dann ist die technische Qualität am besten
  2. Sich darauf einlassen; mehr die Stimmung aufnehmen und weniger auf die Details zu achten
  3. Eine Erkenntnis gewinnen: Dunkelheit mutet dem Zuschauer mehr zu - die Filmemacher nehmen uns ernster als früher