Überzeugte Kommunisten und Sozialisten haben am 7. November das hundertjährige Jubiläum der Oktoberrevolution gefeiert: den Mega-Gesellschaftsumbau und –Systemwechsel des 20. Jahrhunderts.

Nach der erfolgreichen Revolution von 1917 wandelte sich das ehemalige russische Kaiserreich innerhalb von wenigen Jahren in ein gigantisches sozialistisches Experiment, in das nach und nach immer mehr Völker einbezogen wurden. Gemeinsam gründeten sie 1922 die "Union der sozialistischen Sowjetrepubliken", die bis zum Ende der Ära Gorbatschow 1991 Bestand hatte. 

Noch gibt es Kommunisten

Seitdem ist die Oktoberrevolution mehr und mehr aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden und der Jahrestag ist auch kein offizieller Feiertag mehr in Russland. Den 100. Geburtstag feierte nur die kommunistische Partei Russlands mit einigen Getreuen aus aller Welt. 

Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Jörg Baberowski, Historiker an der Berliner Humboldt-Universität, schildert die Folgen der Revolution für Russland.
  • DLF-Korrespondent Thielko Grieß hat sich in Moskau auf die Suche nach offiziellen Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution gemacht und kaum etwas gefunden.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die gescheiterte erste Revolution des Jahres 1905.