Nach sechs Jahren hat Damon Albarn die musikalischen Comicfiguren wieder zum Leben erweckt. Das fünfte Studioalbum der Gorillaz klingt wie gewohnt nach HipHop, bewegt sich aber auch in Richtung Trap, Elektro und Dancehall - und ist dabei vor allem unglaublich tanzbar geworden.

Ursprünglich hatte Damon Albarn die Gorillaz aus Spaß erfunden. Die Figuren waren seine Antwort auf die vielen Boy- und Girlbands, die in den 90er Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Doch mittlerweile haben die Comicfiguren ein Eigenleben entwickelt, mehr als 13 Millionen Alben verkauft, waren überall auf der Welt auf Tour und wurden im Guinness Buch der Rekorde als "Erfolgreichster Virtueller Act" aufgenommen.

"Als ich anfing, das Gorillaz Album zu machen, habe ich gefragt: Was wäre, wenn Donald Trump Präsident würde? Was wäre dann der musikalischer Ansatz?"
Damon Albarn

Inhaltlich sind die Geschichten wie immer politisch oder sozialkritisch angehaucht, dabei aber auch immer unglaublich witzig. Im Titeltrack "Humanz" geht es zum Beispiel darum, dass die vier Gorillazfiguren in ein Geisterhaus gelockt und dann ins All entführt werden.

Gespickt ist "Humanz" mit einem Dutzend Gastauftritten: Ex-Oasis-Musiker Noel Gallagher ist dabei, D.R.A.M, De La Soul, Rag'n'Bone Man, Kelela, DJ Popcaan, Mavis Staples, PushaT, Savages-Sängerin Jehnny Beth, US-Rapper Vince Staples und Danny Brown, Newcomerin Kali Uchis, um hier nur ein paar Namen zu nennen.

Mehr als Gorillaz

Außerdem bekommt ihr in Eine Stunde Musik neue Songs vom Künstlerkollektiv Pentatones, dem Drum'n'Bass-Pionier der 90er Jahre Goldie, Newcomer Tora und wir hören in das neue Feist-Album "Pleasure" rein.