Er dreht Musikvideos für Stars. Zuletzt wurde sein Video "Is mir egal" mit 2,8 Millionen Klicks ein Hit. Regisseur Baris Aladag ist erfolgreich. Wichtiger ist ihm aber, dass er mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Filmemacher Baris Aladag ist schon länger erfolgreich. Er hat Musikvideos für Alanis Morissette, Jean Michel Jarre, Clueso und andere gedreht. Er kann sich aussuchen, für wen er arbeitet. Der Clip "Is mir egal" war ein Werbevideo für die Berliner Verkehrsbetriebe. Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber was er macht, mag er auch musikalisch in irgendeiner Form. Wichtiger als Erfolg ist ihm, dass er hinter der Sache stehen kann: "Wenn dann noch Erfolg dazu kommt, ist es natürlich super.“

Moderatorin Daniela Tepper und Regisseur Baris Aladag
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DRadio-Wissen-Moderatorin Daniela Tepper und Regisseur Baris Aladag

Bei "Is mir egal" hatte er mit so viel Aufmerksamkeit auf Youtube nicht gerechnet. Die Agentur hatte die Idee und Kazim Akboga - bekannt für ähnliche Youtube-Songs - hatte Lust. Baris Aladag hat den Clip liebevoll inszeniert. "Wir haben gehofft, dass der Clip erfolgreich wird, aber man kann das nicht planen", sagt er.

"Für mich ist es ein Erfolg, wenn ich damit zufrieden bin."

Persönlicher Erfolg kann natürlich auch darin liegen, mit einem besonderen Künstler zu arbeiten oder mit einem kleinen Team einen großen Film zu machen, meint Baris Aladag. Neulich hat der Filmemacher ein beeindruckendes Video mit Philip Dittberger gedreht. Mit Highspeedkamera war er dazu in Paris unterwegs. "Das hatte wieder was von Studentenfilm und war alles so Rock 'n' Roll.“ Das Ergebnis sieht aber nicht so aus. So etwas reizt ihn. Er freut sich, wenn er interessante Anfragen bekommt. Wie die Leute ausgerechnet auf ihn kommen, kann er aber nicht beantworten.

"Die Arbeit mit Jean Michel Jarre hat mich extrem gefreut, weil ich ihn für einen Helden der elektronischen Musik halte. Das ist man schon mal kurz aufgeregt."

Am 21. Januar 2016 läuft sein neuer Film "Alaaf You" in den Kinos an. An ihm hat er über vier Jahre gearbeitet. Es geht um den Kölner Karneval. Dazu war jeder eingeladen, mit seinem Smartphone zu drehen und die Clips hochzuladen. Daraus ist ein Film geworden - und es hat sich sehr gelohnt, findet der Filmemacher. Als Nächstes steht ein langer fiktionaler Film an. Da kommen für ihn zwei Stoffe infrage. Genauer verraten will er aber noch nichts: "Da bin ich abergläubisch." Vielleicht führt ihn das ja zum nächsten Erfolg.