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Wie wir lieben, wie wir daten oder eine Beziehung führen, hängt auch davon ab, was uns unsere Eltern früher mitgegeben und vorgelebt haben – im Positiven wie im Negativen. Aber: Wir sind dem nicht ausgeliefert und können uns davon befreien.

In unserer neuen Podcastfolge von "Eine Stunde Liebe" hatten wir zwei sehr besondere Gäste: Antonio aus Berlin und seine Mama Birgit. Die beiden haben ein super Verhältnis und telefonieren täglich miteinander.

Beide sind sich darüber bewusst, dass Eltern schon früh Einfluss auf unser heutiges Beziehungsleben haben. Deswegen hat Birgit bei der Erziehung von Antonio und seiner Schwester auf ein paar Dinge geachtet – zum Beispiel auf eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu ihren Kindern.

"Ich wollte vor allem mitgeben, dass sie glücklich sein müssen. Dass sie sich selbst lieben müssen, um andere lieben zu können. Und dass auch Liebe viel mit Vertrauen und Respekt zu tun hat."
Birgit, Mama von Antonio

Mamas Einfluss auf den Umgang mit Frauen

Antonio findet heute: Das hat zum allergrößten Teil geklappt. Dabei sieht er einen besonders großen Einfluss seiner Mutter auf sein Beziehungsleben.

"Ihr Einfluss war wichtig für mich: Wie ich mit Frauen umgehe, was das Thema Respekt und Augenhöhe in der Beziehung angeht – und wie liebevoll man einfach mit seiner Partnerin ist."
Antonio, 30, aus Berlin

Trotzdem gibt es auch Dinge, die Antonio heute anders machen möchte. "Meine Mutter und mein Vater sind beide eher so Heißsporne. Aber ich streite nicht unbedingt gerne, ich mag es nicht, wenn ich laut werde", sagt Antonio.

"Ich habe, glaube ich, für mich den Weg gefunden, Dinge einfach früh anzusprechen. Und ich glaube, das habe ich auf jeden Fall gelernt, wo meine Eltern vielleicht nicht das perfekte Vorbild dafür waren."
Antonio, 30, aus Berlin

Muster durchbrechen

Je nachdem, was wir in unserer Kindheit erlebt haben, können unsere Eltern bei uns auch Bindungs- oder Verlustängste auslösen. Die Sozialpsychologin Johanna Degen ist davon überzeugt, dass wir uns damit aber nicht abfinden müssen, sondern immer an uns arbeiten können.

"Man kann sich tatsächlich umbauen. Das ist ein bisschen mühsam, aber gänzlich möglich", sagt Johanna Degen.

"Was ihr mal wart, ist nicht, wer ihr für immer sein müsst. Es beeinflusst nur ein bisschen, wie es weitergeht."
Johanna Degen, Sozialpsychologin

Was ihr in dieser neuen Folge von "Eine Stunde Liebe" noch hört:

  • wo uns unsere Eltern in unserem Beziehungs- und Datingleben sonst noch so beeinflussen
  • was Antonio als Papa genauso machen würde wie seine Eltern
  • worüber er mit seiner Mama Birgit trotzdem lieber nicht spricht
Shownotes
Erziehung
Diesen Impact haben unsere Eltern auf unsere Beziehungen
vom 02. Oktober 2026
Gesprächspartner*in: 
Antonio, 30, aus Berlin
Gesprächspartner*in: 
Birgit, Antonios Mama
Gesprächspartner*in: 
Johanna Degen, Sozialpsychologin
Moderator: 
Gero Simone
Autor*in: 
Celine Wegert
  • Veränderung möglich
  • Antonio und seine Mama Birgit
  • Das wollte Birgit Antonio mitgeben
  • Das will Antonio anders machen
  • Liebestagebuch