Nadezda Befus betreibt mehrere Escape-Rooms in Hamburg. Sie sagt: Gruppen, die gut miteinander kommunizieren, haben die besten Chancen, das Rätsel im Raum schnell zu lösen.

Escape-Rooms gibt es mittlerweile in vielen Städten - und sie haben viele Fans. Escape-Rooms leben von der Requisite und dem Setting, in dem sie spielen. Mal ist das ein Gefängnis, aus dem es auszubrechen gilt, das Rätsel kann aber auch im Weltall, im Mittelalter oder einer Fantasiewelt spielen. Immer muss aber unter Zeitdruck ein Rätsel gelöst werden - meist spielt eine ganze Gruppe als Team.

Rätsel muss zur Story passen

Wichtig für einen guten Escape-Room ist, sagt Nadezda Befus, dass das Rätsel zur Story passt. Und sie nennt ein Beispiel: "In einem Mittelalter-Raum erwartest du kein Labor-Rätsel." Nadezda Befus betreibt selbst Escape-Rooms in Hamburg und denkt sich Rätsel für ihre Räume aus.

"Am besten funktionieren die Gruppen, die wirklich Lust auf das Spiel haben - und nicht einfach mitgeschleppt werden von Kollegen."
Nadezda Befus, betreibt Escape-Rooms in Hamburg

Bevor sie einen neuen Raum eröffnet, lässt Nadezda Befus das Rätsel mehrmals testweise durchspielen. So erfährt sie, ob die Aufgabe zu schwer oder zu leicht ist - oder auf welch verrückte Ideen manche Spieler kommen könnten, an die sie nicht gedacht hat.

Versteckte Würfel und Bücher

Einer ihrer Räume ist ein altes Casino in Las Vegas. Die Gruppe soll aus professionellen Poker-Spielern bestehen. Im Raum gibt es gezinkte Würfel und ein Buch, über das man einen Code erspielen kann, erzählt sie. Doch im Testspiel zeigte sich: Die Spieler sahen keinen Zusammenhang. Erst als sie Würfel und Buch nebeneinander positionierte, kam die Gruppe auf die Lösung.

In ihren Räumen versucht Nadezda Befus eine gute Mischung verschiedener Rätsel anzubieten, so dass jeder seinen Spaß hat. Denn sie weiß: Manche mögen Geschicklichkeitsräsel, andere eher Sudoku. Oder: "Manche stehen eher auf Sachen, die man tasten oder anfassen muss."

"Wenn man viel miteinander redet, dann findet man die Lösung."
Nadezda Befus, betreibt Escape-Rooms in Hamburg

Am schnellsten kommen die Gruppen auf die Lösung, die gut kommunizieren, meint Nadezda Befus - das sei das A und O. Falls eine Gruppe überhaupt nicht vorwärts kommt, kann übrigens ein Spielleiter Hilfestellung geben. Er sehe und höre jederzeit alles, was im Raum passiert. Hilfe gebe es falls nötig auf kreative Weise - etwa, in dem sich der Spielleiter als Putzfrau ausgibt, die etwas gesehen hat und so den Spielern auf die Sprünge hilft.