Mehr EU-Bürgerinnen und -Bürger sollen wählen gehen. Deshalb gibt es in vielen Städten Aktionen. Konstanz und Köln wollen den Wahlrekord knacken.

Die Wahlbeteiligung an Europawahlen ist in Deutschland traditionell niedrig. Das Europaparlament in Straßburg scheint weit weg, die EU-Politik kompliziert und auf die Frage, was das mit einem selbst zu tun hat, kommen die Antworten stockend.

Das war schon mal anders: Bei der ersten Wahl zum Europaparlament lag die Wahlbeteiligung bei 65,7 Prozent. Seitdem geht es bergab. Am geringsten war sie 2004 mit 43 Prozent. Bei der letzten Wahl haben sich immerhin 47,9 Prozent bemüht. Zum Vergleich: Bei der letzten Bundestagswahl 2017 haben 79 Prozent ihre Stimme abgegeben.

Menschen outen sich als EU-Wählerinnen und Wähler

Konstanz hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Rekord bei der Wahlbeteiligung von 1994 mit 62 Prozent zu knacken. Damit will die Stadt am Bodensee die höchste Wahlbeteiligung in ganz Baden-Württemberg erreichen - am liebsten von ganz Deutschland. Das ist der Traum von Harald Kühl, der in Konstanz mit zwölf anderen Initiatoren die Aktion #KNackt2019 gestartet hat. KN ist das Autokennzeichen von Konstanz.

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"Europa bedeutet für mich freie Grenzen, Frieden. Meine englische Frau, meine zwei Söhne mit zwei Staatsbürgerschaften. Und ganz viel Austausch, Freundschaften, Gemeinsamkeiten und eine starke demokratische Stimme weltweit."
Harald Kühl über sein Engagement für die Europawahl

Das #KNackt 2019-Team ist mit Plakaten und Flyern unterwegs, berichten über Social Media über ihre Aktionen.

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In vielen Ländern müssen Wähler nach der Stimmabgabe ihren Finger in ein Stempelkissen drücken, um so Wahlbetrug zu vermeiden. Abgewandelt für #KNackt2019 färben die Menschen ihren Zeigefinger blau und halten ihn die Kamera für die sozialen Medien, um zu zeigen, dass sie bei der Europawahl wählen gehen.

"Diesmal wählt Köln"

Köln wählt

In Köln setzt sich Leila Rifahi mit ihrer Gruppe für "Diesmal wählt Köln" ein - ein Ableger der EU-Kampagne "Diesmal wähle ich".

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Leila und ihre Gruppe wollen die Kölnerinnen und Kölner darüber aufklären, wie die Wahl funktioniert, was das Europarlament macht und warum es wichtig ist, dass sie ihre Stimme abgeben. Sie laufen durch Altenheime, Schulen und durch die Straßen und sprechen Menschen an.

"Ganz viele Leute verstehen erst mal gar nicht, wenn sie wählen gehen, wem sie überhaupt ihre Stimme geben und wie das alles funktioniert."
Leila Rifahi engagiert sich in Köln dafür, dass mehr Menschen wählen gehen