Fabian Nawrath ist Fotograf und Rad-Reise-Freak. Ungefähr drei Monate im Jahr ist er unterwegs und ist schon gut rumgekommen. Er weiß: Alleine Reisen macht weniger Spaß. Also hat er sich online einen Reisepartner gesucht.

Letzten Sommer war Fabian Nawrath in der Mongolei und Sibirien unterwegs, wie fast immer mit dem Fahrrad. 2011 ist er sieben Monate quer durch Afrika geradelt, von Kapstadt nach Kairo, 12.000 Kilometer. Für diese Reise hatte Tim Starck aus Konstanz damals einen Reisepartner gesucht, über ein Online-Reisepartner-Portal - Fabian hatte Bock drauf.

Platte Reifen und Kalaschnikows

Fabian und Tim telefonierten, mailten ein paar Mal hin und her und waren sich sympathisch. Dann ging es auch schon los. Es gab zwar einige Pannen und Probleme , aber sie haben es geschafft. Ihre Bilanz:

  • 5 platte Reifen
  • 3 gerissene Ketten
  • 2 gebrochene Rahmen
  • 14 Speichenbrüche
  • 3 Verhaftungen
  • 12.000 Euro Spenden für Ärzte ohne Grenzen

Unterm Strich war Fabians Reise mit dem Online-Partner also ein voller Erfolg. Über ihre Reise haben sie auf Africa by Bike gebloggt.

"Bei mir und Tim passte es ganz gut, dass wir beide so ein bisschen naiv und unbedarft waren."
Fabian Nawrath

Vor ihrer großen Reise haben sich Fabian und Tim gut kennengelernt, sind gemeinsam ein Wochenende am Bodensee gewandert und haben dort schon gemerkt, dass sie miteinander auskommen. Für ihren Trip haben sie sich jeweils so ausgerüstet, dass sie auch ohne den anderen auskommen könnten. Nötig war das nicht. Lediglich drei Wochen haben sie die Gegend auf eigene Faust erkundet.

In der Regel hatten sie keine Probleme. Von den drei Verhaftungen abgesehen. Und diese eine Nacht, in der sie von mehreren Soldaten überrumpelt wurden und aus ihrem Zelt hinaus in die Mündungen von mehreren Kalaschnikows starrten.

"Die Soldaten hatten Angst um ihr Leben. Die dachten, wir wollen sie erschießen - und dem wollten sie zuvor kommen."
Fabian Nawrath