Münster gilt als Fahrradstadt. Aber: Radfahrerinnen und Radfahrer kritisieren, dass ihnen in Münster häufig das Fahrrad geklaut wird, die Radwege so schmal sind und sie oft in Konflikt mit Autos geraten. Note 3. Aber nicht nur Münster steht schlechter als 2014 da.

Insgesamt haben sich an der Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs 120.000 Radfahrerinnen und Radfahrer bundesweit beteiligt. Mehr als 500 Städte sind bewertet worden. Die Ergebnisse kann sich jeder in einer interaktiven Karte aufrufen. Insgesamt kommt der ADFC zu dem Schluss: Die Fahrradfreundlichkeit hat abgenommen. 

Die Durchschnittsnote lag 2014 noch bei 3,74, für 2016 verschlechterte sie sich auf 3,81. Und obwohl Münster schlechter abschneidet als vor zwei Jahren, ist es in seiner Städtekategorie immer noch die fahrradfreundlichste Stadt vor Karlsruhe und Freiburg.

Hauptkritikpunkte:

  • gesunkene Sicherheit im Straßenverkehr
  • zu schmale oder defekte Radwege
  • zu starke Behinderungen bei der Fahrt und damit eine Verlängerung bei der Fahrtzeit

Am schlechtesten schneidet Hagen mit der Note 4,72 ab. "Fahrradstadt der Herzen" wird das münsterländische Reken mit 1,86. Verbessert haben sich auch Bochum, Wuppertal und Augsburg. Positiv bewertet wird beispielsweise das Freigeben einer Einbahnstraße oder Winterdienst auf Radwegen.