Plakate, Leuchttafeln, Videoanimationen - Werbung in Innenstädten ist allgegenwärtig. Frankreich geht einen Schritt weiter. Hier klebt jetzt Werbung auf den Bürgersteigen.

Aktuell wird die Werbung auf den Gehwegen in Bordeaux, Lyon und Nantes getestet. Erlaubt ist im Rahmen dieses Versuchs, dass Firmen Slogans auf den Gehweg sprühen. Von einer Reklame bis zur nächsten, muss ein Abstand von 80 Metern eingehalten werden. Die Werbung darf auch nur für einige Tage sichtbar sein, dann muss sie sich selbst auflösen oder entfernt werden.

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Es gibt aber auch werbefreie Zonen, wie historische Gebäude, Sportstätten und Nationalparks. Darüber hinaus können die Städte für bestimmte Plätze Werbeverbote beschließen. "Die drei Städte und auch die Bürgerinnen und Bürger sind teils verärgert, dass die Regierung gerade bei ihnen die Gehweg-Werbung testet", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Marc-André Kruppa.

"Wenn ich beim Spaziergang auf den Boden gucke und da auch noch Werbung sehe, kann ich ja gar nicht mehr abschalten."
Französin auf der Straße

Die Regierung spürt den Druck der Unternehmen, die mehr Werbung machen wollen, sagt Kruppa. Die Firmen wollen testen, wie solche Reklameformen bei den Leuten ankommen, und führen dazu Befragungen durch.

"Die großen französischen Städte sind schon mit Leuchtreklamen und Bannern überschwemmt. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Projekt in die Hose geht."
Marc-André Kruppa, Deutschlandfunk Nova