Der Ball ist rund. Klar. Gute Fußbälle sind sogar teuer. Und dass, obwohl sie billig im Ausland zusammengenäht werden. Unternehmer Andreas Schweighardt will Fußbälle fair produzieren lassen. Deswegen hat er das Start-up "Die Ballkampagne" gegründet.

Rund 70 Prozent der Fußbälle, die auf der ganzen Welt hergestellt werden, stammen aus Sialkot in Pakistan. 40 Millionen Bälle werden hier in Handarbeit genäht. Auch die Bälle der Ballkampagne kommen aus Sialkot, der Unterschied: "Ein Euro pro Ball geht an die Näher", erklärt Andreas Schweighardt. Normalerweise sind es zwischen 50 und 70 Cent.

Billiger und fairer?

Überraschenderweise sind Schweighardts Bälle sogar hierzulande billiger als andere Bälle. Das sei möglich, weil "Logistik, Transport und Personalkosten kostengünstig gemacht werden", erklärt Schweighardt. Außerdem: Die aufwendige Markenpflege von Fußbällen entfällt.

"Markenbälle sind teurer, weil sie zu einer Marke gehören. Wir sagen: Die Mannschaft ist die Marke. Wenn der Verein schwarz-gelb ist, ist der Ball auch schwarz-gelb."
Andreas Schweighardt

Der Unternehmer hat die Produktionsorte in Pakistan noch nicht selbst besucht - er geht aber davon aus, dass die Kontrollen vor Ort "ausreichend" sind.