Die Fifa will im Winter in Katar spielen lassen - in den europäischen Ligen regt sich Widerstand.

Fußball-WM im Winter? Public Viewing im Schnee? Moment, da wollen wir auch noch ein Wörtchen mitreden: In den europäischen Fußball-Ligen regt sich Protest gegen die Ankündigung der Fifa-Task-Force, die WM 2022 in Katar im Winter stattfinden zu lassen.

Ligen wollen kompensiert werden

Der Einwand der deutschen Bundesliga: Der Spielplan würde durch das Turnier völlig durcheinander gebracht und auch die Sponsoren sind wenig begeistert, erklärt Philipp May aus unserer Sportredaktion. Ein wichtiges Argument der Liegen: Sie bezahlen schließlich die Topspieler, die in den großen Ligen spielen. Und daher wollen sie auch eine Kompensation haben.

Eine WM im Winter wäre für die englische Premier League noch problematischer. Denn im Gegensatz zu Deutschland gibt es auf der Insel keine Winterpause. Und dann gibt es noch ein Problem: In fast allen Ländern, die starke Ligen haben, wird Weihnachten gefeiert. Ein WM-Finale am 23. Dezember kommt daher weder Fans von Spielern gelegen.

"Letztlich wird der Streit über Geld geregelt werden."
Sportredakteur Philipp May über den Zoff um die Winter-WM 2022

Also doch im Sommer spielen? Das ist in Katar auch nicht möglich. Oder wie es die Londoner Times auf den Punkt gebracht hat: „Es gibt nur eine einzige Idee, die dümmer ist als eine Winter-WM- in Katar - eine Sommer-WM in Katar“.

Und wie geht der Streit jetzt aus? Die Fifa drückt Geld ab - und die Nationalmannschaften reisen im Winter nach Katar.