In "The Church in the Darkness" befreit ihr Alex, der seit Jahren in einer Sekte lebt. Dabei erfahrt ihr, wie eine Sekte funktioniert. Ein spannendes Spiel, das davon lebt, dass ihr als Spielerinnen selbst aktiv werdet.

Das Spiel "The Church in the Darkness" führt euch in das Sektenlager Freedom Town. Die Handlung spielt in den 70er Jahren in Südamerika. Alex Mutter bittet euch darum, nach Alex zu suchen, weil sie lange nichts mehr von ihm gehört hat.

Eure Aufgabe in dem Spiel ist es, Alex zu finden. Dafür sprecht ihr mit Mitgliedern der Sekte, die nicht alle feindlich gesinnt sind. Von ihnen bekommt ihr Hinweise. Daraus müsst ihr eine Strategie entwickeln, wie ihr Alex befreien könnt.

Aufkommende Sekten in den 70ern in den USA als Vorlage

Der Game-Designer von "The Church in the Darkness" ist Richard Rouse von Paranoid Productions. Gerade in den 70er Jahren seien viele ikonische Sekten gegründet worden, erzählt Richard Rouse. Anlass war eine Unzufriedenheit in der Bevölkerung in den USA mit den gesellschaftlichen Entwicklungen, dem Vietnam Krieg oder der Atombombe. Sektengründer und -anhänger hatten das Ziel, eine andere Gesellschaft zu gestalten.

Das Spiel weist einige Parallelen zu der Sekte "Peoples Temple" auf, die in einem totalitären Regime mit Waffen, Bestrafungen und einem Massensuizid endete.

Eintauchen in die Welt der Sekten

Reizvoll als Spielerin ist es, herauszufinden, wie so eine Sekte und die Menschen ticken. Außerdem ist es ein Ort, der in Games noch nicht so oft bearbeitet wurde. Das war für den Designer auch der Grund, das Spiel zu konzipieren.

"Was für manche Spieler zum Problem werden könnte, dass du als Spieler selbst aktiv werden musst, um das, was das Spiel unter seiner Oberfläche teilweise versteckt hat, wirklich hervorzuholen."
Jana Reinhardt, Deutschlandfunk-Nova-Game-Expertin

Jana findet, dass das Spiel nicht kompliziert gestaltet ist und sie in einer Stunde einen Durchlauf schafft. Die Durchläufe seien alle spannend, weil sie jedes Mal zum Experimentieren einladen.