Ein defekter Backofen mit Garantie. Tolle Sache, denkt sich Theresa aus Köln und meldet sich beim Hersteller. Oder besser gesagt, sie versucht es. Denn der Garantiefall entpuppt sich als unendliche Geschichte.

Theresa ist 31 Jahre alt, Lehrerin und lebt in einer 6er-WG in Köln. Und natürlich ist die Küche der zentrale Treffpunkt der Mitbewohner. Hier wird gemeinsam gekocht, gebacken und natürlich gequatscht. Ärgerlich, wenn ausgerechnet der Backofen seinen Geist aufgibt. Dann ist nämlich Schluss mit Kuchen und Aufläufen. Immerhin funktionieren die Herdplatten noch und die Garantie ist auch noch nicht abgelaufen.

Hallo, ist da jemand?

Theresa nimmt die Sache also in die Hand und meldet sich beim Hersteller. Insgesamt 45 Minuten verbringt sie in der Warteschleife. Erreicht hat sie niemanden. Also versucht sie es über das Kontaktformular auf der Webseite des Herstellers und siehe da, sie hat Erfolg. Endlich wird ihr Anliegen aufgenommen, ein Techniker soll sich kümmern.

Theresa wartet. Auf den Anruf des Technikers, der ihr am Vortag per SMS einen Terminvorschlag schicken soll. Es passiert... nichts. Theresa wendet sich erneut an den Hersteller. Der entschuldigt sich, man habe Theresas Telefonnummer verlegt. Irgendwann kommt dann doch die SMS - und ein Techniker. Der stellt fest, dass ein Teil des Backofens defekt ist. Das Ersatzteil muss er allerdings bestellen.

Kaputtrepariert

Kein Problem, auf das Ersatzteil möchte Theresa natürlich gerne warten. Blöd nur, dass der Techniker bei seiner Fehlersuche ein Kabel gezogen hat. Jetzt hat der Sechs-Personen-Haushalt nicht nur keinen Backofen mehr, auch die Herdplatten bleiben kalt. Ein zweiter Techniker soll das Problem lösen...