Irgendwas finden wir an unserem Körper ja immer. Zu dick, zu dünn, zu wenig oder zu viele Haare. Dabei ginge es auch entspannt. Body-Mind-Therapeutin Katrin Jonas erzählt in Eine Stunde Liebe, wie wir uns mit unserem Körper versöhnen können.

Zu dick, zu viel Cellulite, zu kleine Brüste, zu große Brüste oder zu viele Falten: Viele Frauen kämpfen mit Schönheitsidealen - ebenfalls Männer. Sie beklagen sich über den Bierbauch oder zu wenig Haare auf dem Kopf. Laut einer Statista-Umfrage sind rund 40 Prozent der Deutschen "eher" oder "sehr unzufrieden" mit dem eigenen Körper.

"Am Körper permanent herum zu kritisieren, scheint für viele Frauen so normal zu sein wie das Atmen, das Essen oder ein Toilettengang."
Katrin Jonas, Body-Mind-Therapeutin

Seit 20 Jahren versucht die Therapeutin Katrin Jonas Frauen zu einem besseren Körpergefühl zu verhelfen. Sie geht auf die Aspekte Figur, Ernährung und Sexualität ein.

"Die Aversion gegen den eigenen Körper mündet immer in einem 'Ich-bin-nicht-gut'-Gefühl. Dieses Gefühl finden wir dann in allen Bereichen des Lebens wieder, egal ob Beruf oder Partnerschaft. Das beeinflusst das ganze Leben."
Katrin Jonas, Body-Mind-Therapeutin

In ihrem Ratgeber "Nackt" gibt Katrin Jonas Tipps, wie man mit einem Körper-Tagebuch, sich nackt machen und unbequemen Fragen stellen zu einem besseren Körpergefühl finden kann. Ein wichtiger Aspekt ist auch durch Meditation in den eigenen Körper hinein zu spüren und sich nicht immer von außen bewerten zu lassen.

"Ich beschreibe meinen Körper nicht gerne. Diese ganzen klassischen Beschreibungen haben schon alle Wertungen mit drin. Wenn ich zum Beispiel sage ‚ich bin dick‘, dann kann ich das so positiv meinen, wie ich will. Trotzdem schwingt irgendwie immer noch eine negative Wertung für mich mit."
Franzi, Instagrammerin, über Körperbeschreibungen

Auch Männer leiden an perfektionistischen Körperbildern, die im Fernsehen, der Werbung oder in Social-Media-Kanälen auf uns einprasseln. In Eine Stunde Liebe erzählen vier Männer offen von ihren Erfahrungen.

"Es gibt bestimmte Stellung, bei denen man nach vorne gebeugt ist, dann hängt natürlich der Bauch ein bisschen durch. Das ist eine Sache, wo man auch die Blicke des Gegenübers abcheckt um zu gucken: Schaut die Person da jetzt gerade hin?"
Jannis