Wow! Endlich hat auch mal ein deutsches Unternehmen den Ig-Nobelpreis bekommen. Preisträger ist VW in der Kategorie Chemie für die Lösung des Problems der Autoabgase. Glückwunsch auch von uns!

Der Ig-Nobelpreis (Wortspiel: ignoble für unwürdig) ist so etwas wie der Anti-Nobelpreis. Er wird einmal im Jahr verliehen und zeichnet kuriose Forschungsergebnisse und -projekte mit ernstem Hintergrund aus. Im Fall von VW ist es etwas anderes. Hier gab es den Ig-Nobelpreis in der Kategorie Chemie - im Prinzip für den Betrug bei Abgaswert-Tests.

Wie die Begründung bei VW ankam, wissen wir nicht, die waren bei der Preisverleihung nicht dabei. Alle anderen im Saal mussten jedenfalls laut lachen.

VW bekommt den Preis für die Lösung des Problems der Autoabgase - denn die Autos produzieren ja automatisch weniger Abgase, wenn sie getestet werden.
Tobias Jobke, DRadio Wissen

Die Begründung ist selbstverständlich komplett ironisch. Die anderen Auszeichnungen des Ig-Nobelpreises haben zwar auch alle einen Aspekt, bei dem man lachen muss, es steckt aber auch immer etwas ernstes dahinter. Wie beim Preis für Physik.

Da haben Forscher aus Ungarn, Spanien, Schweden und der Schweiz herausgefunden, dass Bremsen (die Tiere) bevorzugt schwarze Pferde stechen, weiße eher weniger. Die Rede einer Forscherin hat bei der Gala viele zum lachen gebracht:

Wir haben herausgefunden, dass es für Sie besser wäre ein weißes Pferd zu sein als ein schwarzes.
IG-Nobelpreisträgerin in der Kategorie Physik

Diese Zuspitzung ist zwar lustig, die Erkenntnis dahinter könnte aber ein Lösungsansatz für eine uralte Frage sein, nämlich: Warum hat das Zebra Streifen? Die Bremsen rühren nämlich auch Zebras nicht an, was in Afrika wichtig und gut ist, weil Bremsen dort häufig Krankheiten übertragen. Allerdings erklärt Erkenntnis in erster Linie, warum Zebras nicht komplett schwarz sind, nicht vollständig, wo die Streifen herkommen.

Für Amüsement im Saal der Harvard-Uni hat auch ein Preisträger aus Deutschland gesorgt. Ein Forscherteam aus Lübeck hat herausgefunden, wie wir uns austricksen können, wenn es juckt. Wenn es am rechten Arm juckt, wir uns vor einen Spiegel stellen und am linken Arm kratzen, hört es auf zu jucken. Die spiegelverkehrte Perspektive trickst das Gehirn aus.

Dazu wird momentan viel geforscht. Interessant ist das beispielsweise für Menschen, die wegen amputierter Gliedmaßen Phantomschmerzen haben.