Apple stellt in San Francisco neues Zeug vor und die spannendste Neuigkeit ist ein Software-Update: In Zukunft können User auf ihrem Tablet oder Smartphone Werbeblocker einsetzen und so nervende Werbung wegknipsen. Das ist ziemlich praktisch, zumindest auf den ersten Blick.

Aufpoppende Werbebanner werden es nicht leicht haben: Der Apple-Browser Safari kann sich mit dem Update mit wenigen Klicks so einstellen lassen, dass Werbung unterdrückt wird. Der Werbeblocker wird direkt mitgeliefert. "Das ist erstmal mehr Komfort für den Anwender", stellt DRadio-Wissen-Reporter Konstantin Zurawski fest.

"Keine Werbung mehr auf dem Smartphone, vor allem solche nicht mehr, die ich nicht wegklicken kann, das finde ich schonmal super!"
DRadio-Wissen-Reporter Konstantin Zurawski freut sich auf die Werbeblocker

Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite beginnt damit wieder die Diskussion um Werbeblocker. Viele Newsseiten, Blogs, Portale und so weiter leben von der Werbung und finanzieren sich damit ihre Arbeit. "Wenn dann auf Smartphones und Tablets immer mehr weggeblockt wird, dann fehlt diesen Seiten einfach die Finanzierung", sagt Konstantin. Bisher galt: Auf mobilen Geräten gibt es keine Werbeblocker. "Wenn sich das jetzt ändert und wenn sich die Werbeblocker großflächig verbreiten, dann würde sich das Netz massiv ändern."

Mobile Adblocker könnten das Netz verändern

Was für uns User also erstmal angenehm ist, könnte hässliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Gerade Seiten, die zu weit mehr als 50 Prozent mit Smartphones und Tablets angesurft werden, sind die neuen Adblocker problematisch. "Werbefinanzierte Angebote würden verschwinden, wir müssten für vieles bezahlen", vermutet Konstantin Zurawski.

Oder die Werbung erreicht uns nicht mehr über Banner und Pop-Ups. Im schlimmsten Fall wäre das dann Berichterstattung, die wie neutrale Berichterstattung aussieht, aber eigentlich bezahlter Inhalt ist. Solche Werbe-Artikel könnte der Werbeblocker natürlich nicht erkennen.