Seitdem das neue Album von Kanye West draußen ist, wird nicht nur über seine Musik, sondern auch über seine Gesundheit gesprochen: Der Rapstar thematisiert auf "Ye" seine bipolare Störung. Und das sorgt für Diskussionen.

Es ist knappe 24 Minuten lang, sieben Songs sind drauf und es heißt "Ye" – das neue Album von Kanye West. Neu ist auch, dass Kanye mit seinen psychischen Problemen in Songs wie "Yikes" an die Öffentlichkeit geht. 

"Kanye West deutet seine Krankheit als eine Art Superkraft um und sagt, dass das keine Behinderung ist. Es ist das erste Mal, dass Kanye West konkret über seine bipolare Störung spricht."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Kanye sei ziemlich bekannt dafür, mit seinen Äußerungen gerne mal irgendwelche großen oder kleinen Skandale auszulösen, sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer. Früher war bei ihm öfter mal von Schlafmangel die Rede gewesen, jetzt wird seine Krankheit sogar auf dem Albumcover thematisiert.

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Dort steht in Neongrün: "I hate being bipolar, it's awesome". Warum aber sucht Kanye genau jetzt die Öffentlichkeit? "Die Musik hilft ihm, mit seinen psychischen Problemen umzugehen", sagt Anke, das habe er zumindest in einem Interview gesagt.   

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Doch die Offenheit von Kanye West kommt nicht überall gut an. "Die Journalistin Salwa Houmsi findet, dass Kanye West seine Krankheit für seine Geschäftszwecke instrumentalisiert, indem er Kohle mit der Musik macht", sagt Anke. Manche kritisieren, eine solche Inszenierung würde Depressionen und andere psychische Erkrankungen romantisieren. 

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Manche von der Krankheit Betroffene dagegen loben, dass Kanye ein öffentliches Bewusstsein schaffe. Und dann gibt es auch diejenigen im Netz, die anzweifeln, dass Kanye überhaupt eine bipolare Störung hat.

"Egal, ob man das jetzt moralisch verwerflich findet, oder nicht: Kanye West macht schon den Eindruck, dass er ziemlich genau weiß, was er da tut."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Kanye sei aber nicht der erste Rapper, der mit seinen psychischen Problemen an die Öffentlichkeit geht, sagt Anke: "Vor zwei Jahren hat Rapper Kid Cudi sich wegen Depressionen in Behandlung begeben und dazu auch ein längeres öffentliches Statement rausgehauen". Innerhalb des HipHop sei das damals fast einem Tabubruch gleichgekommen, so unsere Reporterin: "Auch wenn es seltsam klingt, dass Rapper dazu stehen, nicht immer nur die harten Typen zu sein, ist nicht so selbstverständlich."

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Gerade erst hat der Rapper Earl Sweatshirt ein paar Festivals abgesagt, weil er mit Ängsten und Depressionen zu kämpfen hat - ausgelöst durch den Tod seines Vaters Anfang des Jahres.