Hollywoodstars wie Leonardo Di Caprio oder Brad Pritt tun es - sogar gemeinsam. Töpfern ist gerade angesagter denn je. Auch bei Männern. Nova-Reporter Benni Bauerdick macht den Selbstversuch.

Zuerst müssen sich die fünf Kursteilnehmer mit dem Ton vertraut machen. Sie drücken an ihrem Klumpen herum, erfühlen, wie sich das Material in Form bringen lässt. Alles ganz in Ruhe, ohne Zeitdruck. Dazu gibt es Kaffee, Tee und Gebäck.

Isabella Bilstein organisiert in ihrem Atelier in Köln regelmäßig Töpferkurse. Und die sind eigentlich immer ausgebucht.

"Die Arbeit mit dem Ton, der ja aus der Erde kommt, erdet einen."
Isabella Bilstein, Töpferin

Töpfern liegt im Trend. Aber warum? Kursteilnehmer Patrick ist Unternehmensberater und arbeitet bis zu 70 Stunden in der Woche. Für ihn ist die Arbeit mit dem Ton eine Möglichkeit, um runterzukommen: "Ich habe vorhin eine Pyramide getöpfert. Und dann habe ich mich ganz ehrlich an Sommer erinnert."

Auch Nova-Reporter Benni Bauerdick stellt fest: Das Töpfern beruhigt – das langsame Kneten, das regelmäßige Surren der Töpferscheibe.

"Ich freu mich richtig über meine erste eigene an der Drehscheibe getöpferte Müslischale – bis dann der Boden durchbricht."
Nova-Reporter Benni Bauerdick

Kursleiterin Isabella Bilstein glaubt, dass viele Menschen einen Ausgleich zum verkopften Leben in der Großstadt suchen. Und im Moment sei auch die handgemachte Ästhetik ein Modetrend.

Nova-Reporter Benni Bauerdick geht am Ende mit zwei Tassen, einer Vase und einer Schale - allerdings ohne Boden - nach Hause. "Ich bin ehrlich gesagt ziemlich stolz, dass ich meinen Kaffee morgens jetzt aus einer Tasse trinke, die ich selbst getöpfert habe."