Damien verabscheut die Menschen. Sie sind nicht sauber, riechen nicht gut und essen schlechtes Zeug. Er hat sich zurückgezogen. Erst entdeckt erst seine Liebe zu Stinktieren, dann zu einer "Fischfrau". "Skunk" von Justin Courter ist das perfekte Buch für den Moment, wenn du dein Deo vergessen hast.

Man könnte sagen, Damien Youngquist ist ein Zwangsneurotiker: Bevor er seine Werbetexte dem Chef abliefert, korrigiert er sie tausendfach - bis sie perfekt sind. Wenn er putzt, fegt er die letzten Ritzen mit der Zahnbürste aus. Er hat einen festen Tagesablauf, Wochen- und Monatsrhythmus - wahrscheinlich auch Jahresrhythmus. Alles an ihm ist clean, perfekt und pflegeleicht. Die Menschen um ihn herum, sind ihm unangenehm: Sie parfümieren sich eklig, essen ekliges Zeug, sind dreckig - also das Gegenteil von Damien.

Im Rausch des Stinktiergestanks

Als Damien 30 Jahre alt wird, wächst in ihm die Erkenntnis, dass er machen kann, was er will. Also beschließt er, sich ein Haustier zuzulegen. Ein Stinktier. Er macht sich auf die Jagd und erwischt nach ein paar erfolglosen Malen tatsächlich eins. Er tauft es Homer. Die beiden freunden sich an. Immer wenn es Damien braucht, massiert er Homers Sekretdrüse, zapft ihm eine Portion Gestank ab, schmiert sich damit ein, bis er nur noch von zu Hause aus arbeiten darf.

Stinkendes Familienglück

Damien besorgt Homer ein Weibchen, Louisa, die wenig später Jungen wirft. Damien ist im Familienglück. Auf dem Höhepunkt seines Glücks lernt er im Supermarkt die "Fischfrau" kennen, als die gerade dabei ist, ihren Wagen mit Fischkonserven vollzuladen. Dabei stinkt sie herrlich nach Fisch. Damien hat sich verliebt. Aber das ist noch lange nicht das Ende der Geschichte.

"Skunk" von Justin Courter ist 2011 in der Übersetzung von Stephan Glietsch im Hablizel-Verlag erschienen. Bemerkenswert ist: Die Verleger sind erst durch "Skunk" zu Verlegern geworden. Sie haben den Roman damals direkt bei Justin Courter bestellt. Die Begeisterung für den Roman war so groß, dass sie den Verlag gründeten, um ihn auf Deutsch herauszubringen.

Begeisterte Rezension zu "Skunk":