Die Bauern in der Region des Rif-Gebirges im Norden Marokkos gehören zu den ärmsten im Land. Mit Marihuana-Anbau und Kiffertourismus verdienen sie mehr als mit Oliven und Feigen.

DRadio-Wissen-Reporterin Fanny Kniestedt zählt nicht zu den typischen Kiffertouristen, die im September scharenweise nach Marokko reisen. Dennoch wird auch sie, wie fast jeder Tourist, von einem Guide angequatscht. Nicht die Sehenswürdigkeiten in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Chefchaouen hat er im Programm, sondern eine außerhalb der Stadt in den Bergen liegenden Marihuana-Farm.

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Vorbei an Pflaumen-, Feigen- und Olivenbäumen tauchen auch zwei Meter hohe Cannabis-Pflanzen auf. In Marokko sollen eine Million Menschen von der Hasch-Produktion leben. Fast die Hälfte des weltweit verfügbaren Haschisch soll aus Marokko stammen.

Fanny lässt sich zeigen, wie aus den getrockneten Pflanzen Kif wird. Die Kiffertouristen decken sich gerne direkt beim Hersteller ein. Zusätzlich verdienen die Guides an der Grasproduktion, in dem sie die Touristen zu den Farmen führen.