Trap schwappt gerade zu uns nach Deutschland rüber. Krasse Beats mit mystischem Sound - schnell produziert. Irgendwo zwischen Elektro und Hip Hop. Auf jeden Fall derbe. Ursprünglich kommt das Genre aus den USA der frühen 80er. In Deutschland werden die dumpfen, krassen Beats langsam Mainstream.

Kraftklub haben sich neulich an Trap ausprobiert. Statt Gitarren hört man in dem Lied 500 K eher dumpfe Beats. Die Bässe gehen in den Bauch - Trap ist Musik, die man spürt. Und Trap ist Trend!

Bands wie Kraftklub, Gloomy Boyz, das geheime Nebenprojekt von Rapper Casper, oder Zugezogen Maskulin sind Trap Fans. In ihren Tracks können sich die Künstler von einer anderen Seite zeigen und sind laut und aggressiv. Tom Schley macht für Zugezogen Maskulin die Beats; er sagt: "Trap hat so eine krasse Atmosphäre und Soundästhetik, ohne verkopft zu sein."

"Meiner Meinung nach ist das Herzstück dieses Sounds der knochenmarkerschütternde Bass. Oft könnte der auch aus so einem 80er Jahre Horrorfilm stammen.“
Tom Schley macht Beats für Zugezogen Maskulin

Das Genre Trap stammt aus dem USA der frühen 80er Jahre. In dieser Zeit ist schneller Rap zu elektronischer Musik super angesagt. Trap-Songs klingen nach Party und handeln von Frauen, Geld und Autos. Deutsche Rapper übernehmen den Sound und die Angeberei.

"Ich finde, Deutsch-Rap hat eine sehr eigene Soundsprache entwickelt. Ich finde darum, dass Deutschland das nicht braucht."
Musikproduzent Markus Ganter über Trap

Musikproduzent Markus Ganter klingt nicht allzu überzeugt von diesem Genre. Aber er sagt auch: "Man ist ja dankbar um jede Musik, die es gibt." Ob sich Trap wirklich als Genre im deutschen Pop und Rap ganz durchsetzen wird, zeichnet sich aktuell aber noch nicht eindeutig ab.