Den Nashörnern geht es fast überall schlecht auf der Welt. Vor allem in Südafrika ist die Wilderei der Tiere ein Problem. Ihr Horn soll in Asien angeblich teurer gehandelt werden als Gold. Ein Vorschlag: Legalisiert den Handel mit Horn.

Jedes Jahr werden in Südafrika mehr als tausend Nashörner getötet. Das Horn wird vor allem nach Asien verkauft. Dort ist es angeblich wertvoller als Gold. Nach wie vor glauben viele Menschen in China, Vietnam und Thailand an die heilende und luststeigernde Kraft des Horns. Und es gilt als Statussymbol.

John Hume aus Südafrika ist mit über 1400 Tieren der größte Nashornzüchter Welt. Er fordert den legalen Nashorn-Hornhandel. Nur das könne die Wilderei stoppen und die Nachfrage aus Asien befriedigen.

Abnehmer könnten bei Legalisierung des Handels kontrolliert auf einem legalen Markt kaufen und müssten nicht mehr auf dem Schwarzmarkt zugreifen. Das würde auch das illegale Abschlachten der Tiere stoppen und die Nashörner schützen.

Legaler Handel befeuert Nachfrage

Es ist schon in alle möglichen Richtungen gedacht worden, um Nashörner zu schützen, sagt DRadio-Wissen-Reporter Jan-Phillipe Schlüter: "Im Krüger Nationalpark zum Beispiel sind die Ranger schwer bewaffnet. Sie werden militärisch ausgebildet, es gibt Hubschrauber, Drohnen, Nachtsichtgeräte und Abkommen mit den Ländern, in denen Horn gefragt ist, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen".

Die Zahlen zeigen jedoch, dass diese Strategien nicht viel gebracht haben. Deswegen sagen einige: Lasst es uns doch einfach mal probieren mit dem Handel.

Die großen Tierschutzorganisationen wie der WWF sehen das anders. Sie sagen: Die Nachfrage würde so massiv steigen, dass auch der legale Handel diese nicht mehr befriedigen könnte. Außerdem seien manche asiatische Länder gar nicht willens, den Handel zu kontrollieren.

"Was man auf jeden Fall in Südafrika noch machen müsste: Wilderer, die gefangen genommen werden, schneller vor Gericht bringen und verurteilen."
Jan-Phillipe Schlüter, DRadio Wissen