Was die Amerikaner jedes Jahr in Hollywood mit dem Oscar machen, machen die Deutschen jedes Jahr in Berlin mit dem "Deutschen Filmpreis": Sie verleihen ihn sich selbst, das nächste Mal am kommenden Samstag. Wir haben mit Katja Riemann eine der Nominierten in der Sendung, die uns den wichtigsten, deutschen Filmpreis mal näher erklärt. Neu im Kino sind diese Woche der Thriller "Zulu" und das Drama "Labor Day", außerdem werfen wir einen Blick auf den lang erwarteten Start der neunten Staffel von "24".

Bei den Oscars heißen die berühmten Worte immer "And the winner is..." - beim "Deutschen Filmpreis" etwas schlichter: "Und der Deutsche Filmpreis geht an...". Das Prinzip dahinter ist aber sehr ähnlich. Die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences besteht zurzeit aus über 6000 filmschaffenden Mitgliedern, die jedes Jahr über die Gewinner abstimmen. Das Kuriose dabei ist: Einige dieser Academy-Mitglieder stehen oft am Ende selbst auf der Bühne und nehmen ihren Preis entgegen, weil man durchaus auch als Academy-Mitglied für einen Oscar nominiert sein und damit auch für sich selbst abstimmen kann.

Nicht viel anders beim deutschen Filmpreis: Gut 1800 Mitglieder der deutschen Filmakademie, natürlich ebenfalls Filmschaffende (Schauspieler, Autoren, Regisseure, Produzenten), verleihen den Preis. Und auch einige davon können am Ende selbst Preisträger sein. Ist das alles nur Geschiebe und Gemauschel? Dem gehen wir heute auf den Grund und fragen eine, die sich bestens damit auskennt: Katja Riemann, eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen ist heute unser Gast, sie ist sowohl Mitglied der Filmakademie als auch in diesem Jahr nominiert als beste Nebendarstellerin in der Erfolgskomödie "Fack ju Göhte".

Neu im Kino ist diese Woche unter anderem der Thriller "Zulu", der ein bisschen an "Pulp Fiction" erinnert. Forest Whitaker, als schwarzer, besonnener Cop und Orlando Bloom, als dessen weißer, unbeherrschter Partner ermitteln in Südafrika rund um den Mord an einer jungen, weißen Frau aus reichem Hause. Die beiden erinnern immer wieder mal an das berühmte Pulp-Fiction-Duo Jules und Vincent (Samuel L. Jackson und John Travolta), was vor dem komplett unterschiedlichen Hintergrund der Handlung aber überhaupt nicht abgekupfert wirkt. Eine spannende, manchmal vielleicht etwas arg zurechtgebogene Story trifft auf überzeugende Darsteller, spannend gedreht.

Nicht weniger spannend bis zum Schluss bleibt "Labor Day", das Drama in dem sich Kate Winslet als alleinerziehende Mutter in einen entflohenen Sträfling (Josh Brolin) verliebt. Der sanftmütig wirkende Mann hatte Mutter und Sohn im Einkaufs-Center gebeten, ihn ein Stück mitzunehmen, kurze Zeit später sind die beiden Gefangene des Mannes in ihrem eigenen Haus. Da geht es dann um das bekannte Stockholm Syndrom. Und die Frage, wie viel zweite Chancen eigentlich jeder Mensch im Leben verdient hat.

Jack Bauer ist wieder da! Vier Jahre nachdem der Super-Ermittler der fiktiven, amerikanischen Anti-Terror-Einheit CTU am Ende der achten Staffel abtauchen musste, kehrt Jack Bauer (Kiefer Sutherland) auf den Bildschirm zurück. "24 – Live Another Day" heißt die gerade in den USA gestartete, neunte Staffel, in der Jack Bauer aus seinem Exil in London ermitteln muss. Die große Neuerung: Anstatt wie bisher konsequent in kompletter Echtzeit zu drehen (24 Folgen à jeweils 60 Minuten ergeben eine Staffel, die genau 24 Stunden eines Tages abbilden), wird diese neunte Staffel nur zwölf einstündige Folgen haben. Trotzdem soll ein kompletter Tag abgebildet werden, weshalb es erstmal in einer 24-Staffel auch Zeitsprünge gibt. In Deutschland kann man jede Folge kurz nach US-Start im Fernsehen schon auf Sky sehen, weitere 24 Stunden später (wie passend) auch als digitalen Download über die Portale von iTunes, Maxdome, Xbox Video, Sony Playstation Entertainment Network, Amazon Instant Video und Videoload beziehen, erstmals morgen, am Mittwoch den 7. Mai.

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