An sieben deutschen Hochschulen wird bald eine Professur zum Thema Radverkehr eingerichtet. Zukünftige Absolventen des dazugehörigen Studiengangs müssen sich keine Sorgen machen - sie finden auf jeden Fall einen Job.

"Radverkehr wird Unifach - Andreas Scheuer vergibt 7 Radprofessuren" – so steht es in fetter Schrift auf der Startseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Aber was bedeutet das genau? Studierenden das Radfahren beizubringen, darum geht es natürlich nicht. Die Ziele, die mit der Einrichtung der Lehrstühle an sieben deutschen Hochschulen verfolgt werden, haben einen anderen, wissenschaftlichen Anspruch.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Der Masterstudiengang nehme unter anderem Radverkehrsplanung in den Fokus, sagt Christoph Kupfer von der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, die eine von sieben Universitäten ist, die den neuen Studiengang anbieten wird. Dabei gehe es zum Beispiel um den Entwurf von Verkehrsanlagen, um Verkehrssicherheit aber auch um Informationstechnologien im Radverkehr. Assistenzsysteme, die wir im Auto schon lange kennen, würden beispielsweise in Abwandlung auch auf das Fahrrad übertragen werden können. Überhaupt biete der Radverkehr einen riesiges Potenzial für Innovationen.

"Da werden wir in Kürze – und das zieht ja schon an – einen Riesenboom erleben. Da werden sie überhaupt keine Probleme haben, einen Job zu finden."
Christoph Kupfer, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Das Potenzial für Studierende sei enorm, sagt Christoph Kupfer. Kommunen, Verwaltung, Ingenieurbüros, Industrie, Wirtschaft und Entwicklung und andere Bereiche mehr – es werde später keine Probleme geben, einen Job zu finden.

Masterstudiengang noch in diesem Jahr

Zwar seien die acht Millionen Euro, die vom Bundesverkehrsministerium jetzt bereitgestellt werden, im Vergleich mit Förderungen Auto-Bereich nur gering, aber es helfe, um eine gute Basis für die Ausbildung zu schaffen und Forschungen anzuschieben. In Karlsruhe und den anderen Unis sei Radverkehr zudem kein Thema, dem man sich erst jetzt widme. Die Inhalte seien bisher in anderen Bereichen verteilt – beispielsweise der Entwurf von Verkehrsanlagen bei den Bauingenieuren. Das Ziel sei noch im Laufe dieses Jahres mit dem Masterstudiengang zu starten.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Innerhalb der sieben Professuren soll es dann eine enge Zusammenarbeit geben. Da wolle man zum Leuchturm werden und in den Veranstaltungen werde richtig Musik sein, schwärmt Christoph Kupfer.