Christian Ulmen hat oft unter Beweis gestellt, dass er sich vor laufender Kamera für keine denkbare Fremdschämsituation zu schade ist. Nach "Mein neuer Freund" geht er in seiner neuen Serie "Jerks" aber noch einen Schritt weiter: Er und sein Kumpel und Kollege Fahri Yardim spielen sich selbst, keine Rolle also, hinter der man sich verstecken könnte.

Egal, ob in der Samenbank, bei einer Beerdigung oder zu Hause bei einer schwerbehinderten Bekannten: Fahri und Christian sprechen in dieser neuen Serie das aus, was andere im selben Moment vielleicht denken, aber niemals sagen würden. Das Besondere dabei ist, dass diese beiden die ganze Zeit als sie selbst spielen, auch wenn sie von Schauspielern umgeben sind, die Rollen haben.

Collien Fernandez ironischerweise als Christians Ex-Frau Collien Fernandez, was für viel Zündstoff sorgt. Dazu Emily Cox als Christians aktuelle Freundin Emily und Pheline Roggan als Fahris vegane Freundin Pheline. Alles zwar mit Drehbuch aber ohne feste Dialoge gedreht, Impro vom Feinsten. Christian Ulmen hat erstmals auch Regie geführt, wir treffen ihn in der Sendung in der Garge Du Pont in Potsdam, einem der Drehorte von "Jerks".

Anna Wollner nimmt sich derweil den sechsfach Oscar-nominierten Film "Lion" vor, die wahre Geschichte eines 5-jährigen, indischen Dorfjungen, der nachts alleine in den falschen Fernzug steigt, und erst 1600 Kilometer später, in Kalkutta, in einem Kinderheim landet. Der von australischen Pflegeeltern adoptiert wird und 25 Jahre später versucht, sein kleines Heimatdorf in Indien wiederzufinden. Dev Patel und Nicole Kidman spielen die Hauptrollen, Anna hat beide für uns getroffen.

Gigantische Kulissen und viel Fantasy

Außerdem diese Woche neu im Kino: "A Cure For Wellness", ein Mystery-Horror-Thriller vom "Fluch-der-Karibik"-Regisseur Gore Verbinski. Ein junger New Yorker Broker (Dane DeHaan) landet selbst als Patient in einem Schweizer Sanatorium, aus dem er eigentlich nur seinen Chef abholen sollte.

Dort stellt er fest, dass sich hinter der pompösen Fassade das blanke Grauen verbirgt. Gigantische Kulissen und viel Fantasy trifft Genre-Clash-mäßig auf eine erst mal sehr real anmutende Story, hier lässt Verbinski sowohl seine Erfahrungen aus "Fluch der Karibik" als auch die aus "The Ring" einfließen.