Qatar Airways fliegt jetzt ohne Zwischenstopp von Doha nach Auckland in Neuseeland. Mit Rückenwind heißt das: 16 Stunden und 23 Minuten sitzen. Worauf es bei einem solchen Flug-Marathon ankommt, weiß unser Reporter.

Zwischenstopps sind wirklich lästig: aussteigen, warten und rumsitzen, wieder einsteigen. Völlige Zeitverschwendung, wenn du schnell an dein Ziel kommen willst. Andererseits: 16 Stunden in einem Flieger sitzen, das kann eine ziemliche Herausforderung sein!

Die Waden sind der "zweite Herzmuskel"

Notfallmediziner Johannes Wimmer sagt: "Das Risiko für ein tiefe Beinvenentrombose - das Risiko also, dass das Blut innerhalb der Venen gerinnt und für große Probleme sorgen kann - das tritt schon bei kurzen Flügen ab vier Stunden auf." Und je länger der Flug, desto größer die Chance auf Verklumpung. Da hilft nur eins: Bewegung.

"Da ist es wichtig nicht irgendwie im Flugzeug herumzurennen, sondern nur die Waden anzuspannen, weil dann wird das Blut nach oben gepumpt und zirkuliert. Das ist schon mal super."
​Notfallmediziner Johannes Wimmer

Freundliche Sitznachbarn finden

Zweiter Tipp von unserem Arzt des Vertrauens: Trinken. Der Körper braucht Flüssigkeit im Flieger. Und unter Umständen auch die Nasennebenhölen. Ein bisschen Meersalzspray schadet da sicher nicht.

Für das allgemeine Wohlbefinden ist aber auch die Sitznachbarfrage nicht ganz ohne Bedeutung. Besonders bei einem Langstreckenflug. Dazu hat die holländische Fluglinie KLM eine Idee: "Meet and Seat" heißt sie. Mit dem Social-Seating-Programm kannst du dir vor Abflug ein Bild über deine Mitreisenden machen und dir deine Sitznachbarn aussuchen.

Last but not least: Schlafen ist natürlich auch ganz wichtig. Wer will schon verpennt im Urlaub ankommen? Auch da hat der Mediziner noch einen Rat: "Nicht die Schlafmaske aus dem Flieger nehmen. Die stinkt übelst nach Plastik und flüchtigen Stoffen. Lieber die eigene mitbringen."