Amazon ist der Star unter den Händlern im Netz. Ob Cloudspeicher oder ein neuer Staubsauger: Amazon liefert alles und will uns netterweise jetzt auch noch bei den Bankgeschäften helfen.

Medienberichten zufolge will Amazon eine Art Girokonto anbieten, mit dem ihr im Alltag Rechnungen bezahlen oder auch Geld abheben könnt. Die Zielgruppe dafür sind vor allem junge Kunden und Menschen, die noch kein Bankkonto haben.

"Amazon wird damit noch nicht zur Bank. Der Konzern will mit bestehenden Banken kooperieren."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova

Amazon will mit dem Angebot erstmal in den USA beginnen. Daher sind auch bislang  nur amerikanische Banken für eine Kooperation im Gespräch, zum Beispiel JP Morgan. Für Deutschland gibt es noch keine Spekulationen über Partner. Wenn das Konzept in den USA aufgeht, werden wir den Dienst wohl auch in Deutschland bald nutzen können.

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Amazon bietet schon einen eigenen Bezahlservice an (Amazon Pay) und hat auch eine eigene Kreditkarte. In Deutschland wird die von der Landesbank Berlin ausgestellt. 

"Es geht um den gläsernen Kunden. Wenn die auch noch wissen, wo Kunde X abseits von Amazon sein Geld ausgibt, wie viel er genau verdient, dann können sie passende Angebote erarbeiten."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova

Amazon ist happy über neue Zahlungs-Richtlinie

In der Bankingbranche ist gerade extrem viel in Bewegung. In Europa ist Anfang des Jahres eine Richtlinie zur Neuregelung des Zahlungsverkehrs in Kraft getreten. Die hat den kryptischen Namen PSD2. 

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Diese PSD2 Richtlinie sorgt dafür, dass Unternehmen nicht mehr auf Banken angewiesen sind, um die Zahlungen abzuwickeln. Platt gesagt: Man braucht keine Kreditkarten mehr, um im Netz zu bezahlen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre, so die Schätzung von einigen Experten, könnten Kreditkarten in der EU bedeutungslos fürs Online Shopping werden. Für Amazon ergeben sich da natürlich viele Möglichkeiten, um Gebühren zu sparen.

"Ich finde es eher abschreckend, wenn Amazon neben den Informationen über mein Kaufverhalten jetzt auch noch weiß, wieviel Geld ich habe, wofür ich es ausgebe."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova