Seit Ende Juli schwimmt ein Buckelwal in der Ostsee. Wie er dort hingekommen ist, ist für Experten ein Rätsel - genauso wie er wieder herausfinden soll.

Der Buckelwal hat sich im Greifswalder Bodden verirrt. Das Tier kann bis zu 15 Meter lang werden. Michael Dähne, Kurator für Meeressäuger am Deutschen Meeresmuseum, sagt, dass sich immer wieder Buckelwale in die Ostsee verirren. Bislang haben die Wissenschaftler aber noch nicht herausgefunden, wie die Buckelwale in die Ostsee gelangen und genauso wenig wissen sie, wie sie wieder herausfinden.

​Den Nahrungsressourcen hinterher

Der Greifswalder Bodden hat drei sehr enge Zugänge. Michael Dähne hofft, dass das Tier wieder einen Weg hinausfindet. Grundsätzlich würde der Wal erst einmal genug Nahrung finden in der Ostsee. Michael Dähne glaubt, dass die Wale während der saisonalen Migration von den sommerlichen Nahrungsgründen im Norden in Richtung Süden den Nahrungsressourcen hinterherschwimmen und sich dabei auch mal in der Ostsee verirren.

"Die älteren Buckelwale haben sich schützend verhalten und versucht, die Attacke der Killerwale zu unterbrechen."

Buckelwale sind als besonders altruistische Tiere aufgefallen. Sie nehmen Robben schon mal auf Rücken, um sie vor Orca-Angriffen zu schützen. Michael Dähne sagt, dass Altruismus auch bei anderen Walarten oder Delfinen beobachtet wurde, die sich auch schon mal schützend vor Menschen stellen, wenn sie von Haien angegriffen werden.

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