Eine freie Journalistin ohne Jobs hat vor allem eins: viel Zeit. Aber was tun mit all der Zeit? Ein Job muss her. Aber beim Arbeitsamt vorstellig werden? Nee. Dann doch lieber einen Aushang machen...

Zugegeben, es klingt ein bisschen schräg. Aber als Rebekka Endler, die eigentlich als freie Journalistin arbeiten will, die Kohle ausgeht, muss ein Job her. Dabei denkt die junge Journalistin nicht eine Sekunde daran, dass es diesen Job ja auch beim Arbeitsamt geben könnte. Nein, sie hat eine bessere Idee - denkt sie. Und so zeichnet sie, statt Stellenanzeigen zu wälzen, einen kleinen Bewerbungscomic:

Rebekkas Zettel. Darauf steht, in welchen Bereich sie sich auskennt, ihre Stärken, dass sie Französisch und Englisch spricht und was sie sonst noch kann.
© Rebekka Endler
Ein Job muss her. Warum dann nicht einfach mal eine Stellengesuch zeichnen?
"Ich habe nicht ernsthaft damit gerechnet, dass bei meiner Anzeige etwas Brauchbares rumkommt, aber ich dachte, wenn, dann ist es bestimmt interessant. Und ich kann dann vielleicht ein Buch drüber schreiben."
Rebekka Endler über ihren Aushang

"Eigentlich will ich Bücher schreiben"

Ein Buch schreiben, das ist Rebekkas eigentlicher Traum. Aber auch das will finanziert sein. Denn in der Regel ist Bücherschreiben brotlose Kunst und von irgendwas muss Rebekka Endler ja schließlich leben. Ihr Aushang wird tatsächlich zum vollen Erfolg und es melden sich weit mehr Menschen, als Rebekka Endler gedacht hätte. Die meisten Jobs sind aber entweder nicht dauerhaft oder ein bisschen zwielichtig. So hat sie zum Beispiel im Handumdrehen ein Angebot von einer Escortagentur:

"Ehrlich gesagt, hätte ich fast geweint, weil ich dachte: Das kann unmöglich alles sein. Man war ganz gut in der Schule, hat studiert und am Ende ist meine einzige Qualifikation Escort Girl?"
Über so manches Jobangebot verzweifelt Rebekka Endler fast

Aber es gibt auch seriöse Angebote, selbst wenn die wiederum nicht ganz alltäglich sind. Mit welchen Jobs es ihr schließlich gelingt, ihre Haushaltskasse aufzubessern, das erzählt sie Einhundert-Moderator Paulus Müller.