Stefan Aufleger ist Spitzenkoch und liebt Porridge, seit er es in den 80er-Jahren zum ersten Mal im Himalaya-Gebiet in Pakistan gegessen hat. Die Hafergrütze futtert er seit dem fast täglich. Natürlich hat er auch an der Porridge-Weltmeisterschaft teilgenommen. Leider scheiterte er mit seinem Espresso-Porridge.

Es wäre maßlos untertrieben, würde man sagen: Stefan Aufleger findet Haferbrei interessant. Der Spitzenkoch aus Niedersachen ist geradezu vernarrt in Porridge - so der englische Name für den Brei aus Haferflocken und Wasser. Lecker klingt das nicht. Ein Gericht, dessen Konsistenz an Tapetenkleister erinnert, hat keine große Fangemeinde. Stefan sieht das anders: "Selbst die klassische Variante, die ich am Anfang doch als sehr unkulinarisch empfand, mag ich inzwischen sehr."

Grundsätzliches Porridge-Problem: Das Auge isst mit

Der Koch hat nur Lob für Porridge: sehr nahrhaft, schnell gemacht, hält über den ganzen Vormittag an und ist lecker. "Porridge ist unbedingt der natürliche Konkurrent des Müslis", meint Stefan. Allerdings auch nur, wenn er richtig zubereitet ist. Das fängt schon beim Hafer an: Stefan benutzt keine Haferflocken, sondern geschrotteten Hafer. Das macht das Porridge gleich viel körniger.

"Porridge darf man nur links herum rühren. Sonst kommen die bösen Geister, sagen die Schotten."
Stefan Aufleger über das Geheimnis des perfekten Porridge

Stefan Aufleger hat es mit seiner Hafergrütze schon zu Ruhm und Ehren geschafft: Als erster Deutscher hat er 2012 an der Porridge-Weltmeisterschaft teilgenommen. Seine Disziplin: Innovatives Porridge. "Mit Porridge lässt sich eine ganze Menge mit machen", stellt Stefan fest. Er hatte sein Wettkampf-Porridge verfeinert mit Tonka-Bohnen, Mexiko-Vanille und Espresso, alles garniert mit Schokoladen-Zigarillos. Für den Sieg hat das nicht gereicht, lecker war's trotzdem.