Militärputsch im Sudan

Ausnahmezustand in nordafrikanischem Land: "Viele Menschen wollten eigentlich, dass das Militär weniger Macht hat"

Im Sudan gab es am Montag (25.10.2021) einen Militärputsch. Fast 30 Jahre hat Omar al-Baschir den Staat in Nordafrika diktatorisch regiert. 2019 gab es Proteste gegen ihn – al-Baschir wurde aus dem Amt gedrängt. Seitdem gibt es eine Übergangsregierung, die das Land bis zu demokratischen Wahlen etwa ein bis zwei Jahre führen sollte. In dieser Übergangsregierung saßen sowohl Militär-Leute als auch zivile Gruppen, aber zuletzt gab es zwischen beiden Seiten immer mehr Streit. Nach einem Putsch hat das Militär nun die Macht im Land übernommen. Eine Einschätzung von Ann-Kathrin Horn aus der Deutschlandfunk-Nova-Nachrichtenredaktion.