Mit Hobbits und Monty Python gegen Diktatoren? Genau das inspiriert Srdja Popovic. Aber natürlich nicht nur das. Er setzt auf gewaltfreie Taktiken und gibt Tipps für die Revolution von unten.

Srdja Popovic hat selbst schon viel Mut bewiesen. Im Jahr 2000 war er mit dabei, als Serbiens Präsident Slobodan Milosevic gestürzt wurde. Damals war er Student und führte die erfolgreiche gewaltfreie Bewegung mit an. Popovic machte weiter und half gewaltfreien Bewegungen an diversen Orten. Er gründete gemeinsam mit anderen Aktivisten das Canvas, das Centre for Applied Nonviolent Action and Strategies. Jetzt ist sein Buch "Blueprint for Revolution" erschienen.

Mit Humor gegen Diktatoren

Popovic schreibt darin über zwei Dinge, die ihn inspirieren. Nummer eins ist "Herr der Ringe" von Tolkien - noch genauer, es sind die Hobbits. Die zeigen, dass der Normalo von nebenan zum Helden werden kann. Und vor allem, dass ganz viele Normalos zusammen eine Bewegung mit Wirkung auf die Beine stellen können.

"Die Hobbits tragen keine glänzenden Rüstungen, sie sind keine Zauberer, aber sie sind diejenigen die in dem Buch 'Der Herr der Ringe' diejenigen, die Veränderung bewirken."
Srdja Popovic über seine Inspirationsquelle

Und Popovic lässt sich von Monty Python inspirieren und setzt auf Humor als Waffe. Er nennt das Laughtivism. Dazu gehören lustige Aktionen, wie 2012 in Russland. Da ging es um Proteste gegen den Wahlbetrug bei der Parlamentswahl. Eine Kundgebung von Aktivisten wurde verboten. Daraufhin stellten sie Lego-Figuren auf, die Plakate hielten. Der Kreml reagierte: Er ließ die Zusammenkunft von Lego-Figuren verbieten.

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