DRadio-Wissen-Statistikerin Katharina Schüller kennt sich aus mit Risiken und Wahrscheinlichkeiten. Darum weiß sie auch genau, wer welche Versicherung braucht.

Bestimmte Versicherungen braucht kein Mensch, bzw. brauchen nur ganz bestimmte Menschen. Dazu gehört zum Beispiel eine Elementarschadensversicherung. Die ist nur dann sinnvoll, wenn man in der Nähe von Gewässern wohnt. Und eine Vermieterrechtsschutzversicherung brauchen nur Vermieter.

Regel 1: Bei jeder Versicherung muss man die Kosten für die Prämie mit der Höhe des Risikos und der Höhe der Versicherungsleistung vergleichen.
Katharina Schüller

Versicherungen basieren auf einem einem einfachen Prinzip: Ein Einzelner leistet seinen Beitrag für das Kollektiv. Im Schadensfall begleicht das Kollektiv die Kosten. Dabei kann es natürlich immer passieren, dass man völlig umsonst Beiträge zahlt, weil niemals der Schadensfall eintritt. Trotzdem sei es günstiger, regelmäßig einen verhältnismäßig geringen Beitrag zu zahlen, als für alle Eventualitäten selbst die entsprechenden Rücklagen zu bilden, sagt Katharina Schüller

Regel 2: Eine Versicherung schützt nicht vor dem Risiko. Sie kann aber die Folgen ausgleichen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Katharina Schüller

Um zu entscheiden, wie hoch die Beiträge sind, die ich regelmäßig in die Versicherung einzahle, bestimmt die Versicherung, wie hoch das Risiko ist, dass dieser oder jener Schadensfall eintritt. Dafür vergleicht die Versicherung mich mit anderen und zählt aus, wie oft bei dieser Vergleichsgruppe ein Schadensereignis eingetreten ist.

Regel 3: Versicherungen von Risiken, die auf menschlichen Einzelentscheidungen basieren, funktionieren nicht.
Katharina Schüller

Es gibt zwar viele Versicherungen, aber kann sich längst nicht gegen alles versichern. Das Versicherungsprinzip funktioniert nur, wenn das Risiko des Schadensfalles mit statistischen Methoden relativ gut kalkulierbar ist. Beispiel: Unternehmer können sich nicht dagegen versichern, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr Verlust macht.