Ronja von Rönne ist eine junge Journalistin, Bloggerin und Buchautorin. Vor Kurzem ist ihr Debütroman "Wir kommen" erschienen. In "Dein Sonntag" sprechen wir mit ihr über das Schreiben, das Sitzen und Verzweifeln vor leeren Seiten und über ihr erstes Buch.

Vor der Veröffentlichung ihres ersten Romans habe Ronja große Angst gehabt, hat die junge Autorin kürzlich in einem Artikel verraten. Wie es ihr jetzt geht, so kurz nach Erscheinen ihres Buchs, will DRadio-Wissen-Moderator Sebastian Sonntag wissen:

"Ich bin momentan ein bisschen bipolar unterwegs. Es hängt immer davon ab, welche Rezensionen an einem Tag gerade so rauskommen"
Ronja von Rönne, Journalistin und Autorin

Im Vorfeld hatte "ich vor allem Angst vor Lautstärke um meine Person rum, das finde ich nicht so wahnsinnig angenehm", so fügt sie hinzu. Mittlerweile geht es ihr eigentlich aber ganz gut damit und der Rummel ist, wie der Verlag sagt, direkt mit den Verkaufszahlen verknüpft, schmunzelt Ronja.

Schreiben steht im Zentrum von Ronjas Schaffen, neben ihrer Arbeit als Buchautorin schreibt sie auch für das Feuilleton der Welt und gibt Einblick in ihr Leben, Denken, Fühlen und Sein auf ihrem Blog "sudelheft". Und dennoch gesteht sie:

"Schreiben ist etwas, das ich keinem Tag der Woche gerne mache. Ich finde Schreiben sehr unangenehm."
Ronja von Rönne, Journalistin und Autorin

Nur beim Bloggen ist das etwas anders, "weil ich da ja nur schreibe, wenn ich tatsächlich eine Idee habe. Da sieht man dann auch meinen natürlichen Schreibrhythmus, das wären ungefähr alles zwei Monate eine Seite."

"Schreiben ist hinsetzen, überlegen und arbeiten und hängt sehr wenig mit der romantischen Vorstellung zusammen, dass man sich Hemingway-mäßig abschießt"
Ronja von Römme, Journalistin und Autorin

Das mache sie zwar auch sehr gerne, aber dann ist sie halt besoffen und schreibt nicht, sagt Ronja, die mit einer ordentlichen Portion Ironie ausgestattet ist. Natürlich ist Schreiben - und davon leben zu können - für sie ein totales Privileg und Freiheit. Nur ist der Prozess eben, da zu sitzen vor einer weißen, leeren Seite, die gefüllt werden will, manchmal sehr unangenehm.

Ein Buch zu schreiben, das war gar ursprünglich nicht ihr Plan. Wie es nach acht abgelaufenen Deadlines und Recherchen darüber, wie sie aus Buchverträgen wieder herauskommt, schließlich doch noch zur Veröffentlichung gekommen ist, erzählt Ronja im Gespräch mit Sebastian Sonntag.