Sandra Seilz verkauft Sporthosen, die Frauen vor sexueller Gewalt schützen sollen. Die Safeshorts, die sie auch selbst erfunden hat, haben einige technische Tricks, die sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen verhindern sollen.

Am Anfang waren es nur 150 Stück, die Sandra Seitz hergestellt hat - und dann in kürzester Zeit verkaufen konnte. Inzwischen sind weitere 5000 Safeshorts in Auftrag gegeben. Die Kundinnen kommen aus Neuseeland, Schweden, Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Spanien und anderen Ländern. Sandra Seitz hat ihr Sortiment bereits erweitert: Es gibt nun auch eine abschließbare Unterhose fürs Ausgehen am Wochenende.

Safeshorts: Geht nicht auf, macht Lärm

Drei Schutzmechanismen hat die Safeshorts:

  • Die Hosen bestehen aus reiß- und schneidefestem Material
  • Festgezurrte Schnüre verhindern ein Herunterreißen der Hose, ein Vorhängeschloss soll zusätzlichen Schutz bieten
  • Ein 130 Dezibel lauter Alarm schrillt auf, wenn jemand an der Hose zerrt oder die Trägerin ihn aktiviert

Dabei sollen die Hosen die Bewegungsfreiheit nicht einschränken, sagt Sandra Seilz, der Stoff sei anschmiegsam und flexibel.

"Man kann mit den Safeshorts sogar einen Spagat machen."
Sandra Seilz, Safeshorts

Sandra Seilz ist Läuferin und hatte die Idee zu den Safeshorts schon seit Jahren mit sich herum getragen: "Als Läuferin gibt es immer wieder mal Situationen, bei denen ich gedacht habe: 'Ohoh, das hätte jetzt auch ganz anders ausgehen können.'" Sie kennt auch die Geschichten von Joggerinnen, die von Männern verfolgt worden sind, und egal ob da nun etwas passiert oder nicht, ein gutes Gefühl gibt das nicht.

Die Shorts sollen also mehr Sicherheit geben und Frauen beruhigen, die sich unwohl fühlen, wenn sie am frühen Morgen und am späten Abend laufen. Unauffällig sind die Safeshorts allerdings nicht, wenn ihr mit ihnen unterwegs seid, ist das Schloss zu erkennen.