Sex-Gummipuppen sind ja eher eklig, und mit Reden ist auch nicht viel. Sex-Roboter können da schon mehr. Roxxxy ist solch eine Sex-Maschine, die reden kann und verschiedene Persönlichkeiten drauf hat. Anregend? Nun ja, eher schräg.

Roxxxy sieht aus wie eine normale Sex-Puppe. Aber sie kann sprechen, ihren Kopf bewegen und ihr Becken - ganz wichtig für den Sex. Kosten: ab 7.000 US-Dollar. Roxxxy bietet fünf programmierte Persönlichkeiten, aus denen mann oder frau wählen kann. Es gibt die abenteuerlustige "Wild Wendy", die schüchterne "Frigid Farrah" oder auch die dominante "SM Susan". Klingt als ob Roxxxy - egal mit welcher Persönlichkeit - etwas klischeehaft geraten ist. Aber vermutlich erwarten potentielle Käufer auch gar keine komplexen Charaktere.

Der Erfinder von sexy Roxxxy ist Douglas Hines. Er ist ziemlich überzeugt von seinem Geschöpf, das einfach alles mitmacht. Roxxxy reagiert auf Fragen und Wünsche, auch auf Berührungen. Doch das Ganze wirkt ziemlich steif - eine überzeugende künstliche Intelligenz ist etwas anderes.

"You can ask Roxxxy questions, that maybe your girlfriend or your wife may not respond. So let me ask her this question: 'Do you like it in the ass?' (Roxxxy:) 'I love it in the ass!'"
Douglas Hines, der Erfinder von Roxxxy, im Gespräch mit seinem Geschöpf

Das kann man jetzt alles albern und harmlos finden. Aber es gibt auch Kritik an diesen Sex-Robotern. 2015 wurde die Online-Kampagne "Campaign against Sex-Robots" gestartet. Die britische Anthropologin und Ethikerin Kathleen Richardson rief das Ganze ins Leben. Sie erforscht die Wirkung von Robotern auf die Gesellschaft.

Richardson glaubt, dass Frauen durch Sex-Roboter noch mehr zu reinen Sex-Objekten abgewertet werden, die Männer jederzeit anfassen, kontrollieren und dominieren können. Die Puppe sagt ja nie nein. Diese Reduktion der Frau auf ein sexuelles Objekt könne durch Puppen wie Roxxxy noch verstärkt werden, so Kathleen Richardson.