Den Nachbarn mitteilen, dass Bohrmaschine und Schlitten vorhanden sind. Und dass sie diese Dinge gerne ausleihen können. Das ist Teil des Share-Prinzips, das unsere Welt ein bisschen besser macht.

In einem Mehrfamilienhaus gibt es manche Dinge, die nicht oft gebraucht werden, garantiert mehrfach. Waffeleisen zum Beispiel, oder die Bohrmaschine oder das Raclette-Gerät. Die Gründer der Kampagne "Pumpipumpe" aus der Schweiz dachten sich: Es ist doch Quatsch, dass jeder selbst ein solches Gerät hat. Besser wäre es, viele Familien nutzen ein und dasselbe.

Und so entwickelte sie kleine Sticker, die man auf den Briefkasten klebt und die anzeigen, welche Geräte zu verleihen sind. Pumpipumpe heißt in der Schweiz übrigens so viel wie: Ich möchte eine Fahrradpumpe leihen.

Ein paar tausend Menschen haben die Sticker schon verklebt, und so viele haben welche bestellt, dass Pumpipumpe gerade Lieferschwierigkeiten hat.

Menschen teilen gerne

Dafür, dass das Prinzip Pumpipumpe generell funktioniert, hat Professor Dirk Helbing von der ETH Zürich eine Erklärung. Er fand durch eine Simulation heraus: Wenn sich Menschen zu 100 Prozent auf ihren eigenen Vorteil ausgerichtet verhalten, hält das nicht ewig. Nach ein paar Generation würde das soziale Verhalten Einzug halten. Denn dadurch ist objektiv gewährleistet, dass es allen besser geht.

Zu diesem sozialen Verhalten zählt Helbing auch das Teilen. Es ist sozusagen eine natürlich Entwicklung, die zum Vorteil aller führt.

Prof. Dr. Dr. Dirk Helbing
"Die soziale Rücksichtsnahme ist dem Egoismus überlegen."