Der Sommer ist vorbei. Vielen geht es jetzt so wie unser Reporterin Lena Breuer: Sie ist chronisch schlecht gelaunt und kämpft mit dem Herbst-Blues - diesem Gefühl von Schwere und Antriebslosigkeit. Doch damit soll Schluss sein. Kann vielleicht sogar das Smartphone dabei helfen? Lena hat für uns die passenden Apps getestet.

Lena Breuer macht die Jahreszeit nach dem Sommer schwer zu schaffen. Sie vermisst den Sommer mit seinen lichtdurchfluteten, warmen Tagen, die zum Barfußlaufen einladen.

Lena hat den Herbst-Blues

Der Herbst-Blues ist per Definition die umgangssprachliche Bezeichnung für eine saisonal affektive Störung, die durch Lichtmangel in den Herbst und Wintermonaten ausgelöst wird. Doch wie bekommt man das jetzt wieder weg, fragt sich Lena und holt Rat:

"Das wichtigste Rezept gegen den Herbst-Blues ist das Licht. Licht einmal dadurch, dass wir rausgehen und da das noch zur Verfügung stehende Licht nutzen“
Inga Mertin, Medienpsychologin von der Kölner Hochschule für Medien

Raus gehen? Antriebslos, wie Lena ist, die schlechteste aller Optionen. Das Smartphone soll helfen. Zur Auswahl stehen die kostenlose Mediations-App "Simply the best 10 Minutes Motivation", die 1,79 Euro teure App "Get Motivation", bei der Lena einschläft und die "Lachsackapp". Hier erscheint ein mittelgut designter Sack auf dem Display, und wenn man ihn antippt, lacht er. Das bringt sogar Lena zum Schmunzeln, wenn auch nur kurzfristig - zu kurzfristig.

Eine App alleine vertreibt keinen Blues

Lenas Stimmung ist immer noch ziemlich weit unten. Wie war das noch mit dem Licht und dem Rausgehen? Gegen ihren inneren Schweinhund schleppt sich Lena raus in den Herbst. Nach einer halben Stunde laufen, ist sie verschwitzt, kaputt und siehe da: auch ein bisschen besser gelaunt. Die richtige Mischung macht‘s. Das sagt auch die Medienpsychologin. Sich eine App anhören, aber auch rausgehen um sich dann wieder einigeln - Hauptsache, man macht sich die Dinge bewusst:

"Lieber Herbst-Blues, ich erlebe dich jetzt einfach bewusst, bin hemmungslos schlecht drauf. Ist ja irgendwie auch ganz schön"
Lena Breuer, DRadio-Wissen-Reporterin