Einsamkeit ist das neue Rauchen: Eine Auswertung von 148 Studien zeigt, dass Isolation und Single-Dasein eher zu einem vorzeitigen Tod führen. Gute Freunde verschaffen uns ein längeres Leben.

Auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Psychologen-Gesellschaft wurden mehrere Studien zum Thema Einsamkeit präsentiert. Dabei kam heraus, dass Menschen mit vielen Sozialkontakten ein um 50 Prozent geringeres Risiko haben, früh zu sterben.

Die Psychologin Julianne Holt-Lunstad von der Brigham University hat auf dem Jahrestreffen erklärt: Einsamkeit hat man bisher massiv unterschätzt und sie ist so schädlich, wie Übergewicht und Rauchen.

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Weltweit warnen US-Forscher schon vor einer Einsamkeits-Epidemie, die Gesundheitsprobleme bereiten könnte. Im Jahr 2010 haben sich einer landesweiten Umfrage zufolge 35 Prozent aller US-Amerikaner ab 45 Jahren chronisch einsam gefühlt. Anfang der 2000er waren es nur 20 Prozent.

Einsam im Alter

In Deutschland haben die Ältesten am häufigsten Probleme mit Einsamkeit. Ab einem Alter von 86 Jahren klagt jeder Fünfte darüber. Aber auch Menschen in der Lebensmitte (14 Prozent) und jüngere Erwachsene (15 Prozent) fühlen sich häufig einsam. Am wenigsten von Einsamkeit betroffen sind die jüngeren Alten, also die 66- bis 75-Jährigen. Hier sind es nur knapp 10 Prozent.

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Eine Lösung bietet vielleicht ein TED-Talk mit der kanadischen Psychologin Susan Pinker. Hier erzählt sie von ihrer Reise nach Sardinien. Dort werden Männer genauso alt wie Frauen und auf der Insel leben sechsmal so viele Über-Hundertjährige wie auf dem italienischen Festland. 

Pinker erklärt, dass das hohe Alter der Bewohner mit ihren engen sozialen Bindungen zu tun hat. Auf Sardinien seien die Menschen eng miteinander verbunden und würden sich oft gegenseitig helfen und einander in Krisen beistehen. Das sei das Geheimnis ihres langen Lebens.