Unsere Meere sind voller Müll. In Zukunft könnt ihr was dagegen tun! Mit einem Bikini: Der "Sponge Suit", entwickelt an der University of California in Riverside, soll beim Planschen im Meer das Wasser säubern.

Entwickelt hat das Teil ein Team um die Ingenieurin Mihri Ozkan. Bisher gibt es nur ein Modell für Frauen. Der Bikini ist zum Teil aus einem Material, das Sponge, also Schwamm, heißt. Das ist ein ganz leichtes und biegsames Kohlenstoff-Material, das bis zu 25 Mal sein eigenes Gewicht aufsaugen kann. Es besteht hauptsächlich aus Zucker, ist gut umweltverträglich - und billig.

"Sponge nimmt kein Wasser auf, dafür aber Öl und Chemikalien, die im Wasser herumschwimmen."
Anna Kohn, DRadio-Wissen-Reporterin

Bei der der Reshape15 Wearable Technology Competition hat der Umweltretter-Bikini gleich mal einen Preis gewonnen. Das klassisch in Schwarz und etwas weiß gehaltene Teil kann also nicht nur in Funktion, sondern auch optisch überzeugen.

"Mir persönlich gefällt der sehr gut, sehr geometrisch, sexy und ein Hauch von Jugendstil mit reingemischt."
Anna Kohn, DRadio-Wissen-Reporterin

Das Äußere kommt aus dem 3D-Drucker: eine weiße Plastikstruktur, die aussieht wie ein Netz. Die Einlagen in dem Bandeau sind aus dem schwarzen Sponge-Material. Das Ganze wiegt nur 54 Gramm und ist auch nur 2 Millimeter dick. Mit dem Bikini würde man am Strand wohl erst mal nicht auffallen. Zum halterlosen Oberteil gibt es eine schwarze Hose dazu - die ist aber ganz normal aus Spandex, saugt also nichts auf.

Hängen die Schadstoffe dann im Bikini?

Gesundheitsgefährdend ist der Sponge Suit nicht. Er schließt die Schadstoffe ein, so dass sie nicht mit der Haut in Berührung kommen. Sie werden erst bei Temperaturen über 1000 Grad Celsius wieder frei gesetzt. Einen Nachteil hat der Sponge Suit allerdings auch.

"Er hält nicht ewig. Man kann ihn nur bis zu 20 Mal verwenden, dann saugt er nichts mehr auf."
Anna Kohn