Orang-Utan Tilda ist ein viel beschäftigter Affe, wenn sie nicht gerade Bilder malt, übt sie Sprechen. Sie ahmt Geräusche nach, die Menschen ihr vormachen. Tilda hat mehr Kontrolle über ihre Stimmbänder, als Forscher bisher dachten.

Tilda, ist ein Orang-Utan-Weibchen, das im Kölner Zoo lebt. Wenn Forscher ihr Laute vormachen, versucht sie diese nachzuahmen. Das klingt bisher noch wie ein Grunzen oder Brummeln. Sie produziert Geräusche, die Vokalen und Konsonanten ähnlich sind. Sie hat mehr Kontrolle über ihre Stimmbänder, als bisher angenommen. Und der Rhythmus, in dem sie Töne von sich gibt, entspricht unserer Sprechweise. Die Wissenschaftler finden daher, dass es der menschlichen Sprache ähnelt, was Tilda so von sich gibt.

Orang-Utan Tilda übt Sprechen

Die Forscher erhoffen sich von Primaten wie Tilda, dass sie etwas über die menschliche Sprachentwicklung von ihr lernen können. Inzwischen nehmen einige Wissenschaftler an, dass die Entstehung der Sprache bei einem gemeinsamen Vorgänger von Mensch und Primat angelegt war. Möglicherweise schon vor zehn Millionen Jahren - also bevor sich der Mensch vom Schimpansen und Gorilla abgetrennt hat. Zuvor dachte man eher, dass die Sprachentwicklung erst nach einer Trennung von Mensch und Affe entstanden sei.

Auch Orang-Utan Rocky übt Sprechen

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