Wir alle wollen gerne Geld sparen. MoneyMap verspricht genau das, will aber dafür unser Girokonto einsehen.

Vielleicht verschwendest auch du viel Geld, weil du eine Menge laufender Verträge hast: mit Gas- und Stromlieferanten, Mobilfunkanbietern und Versicherungen. Eigentlich müsste man zwischendurch immer mal einen Preisvergleich machen und unter Umständen wechseln. Aber wer bitte macht das schon?

MoneyMap will das für dich machen. Das Start-up überprüft deine bestehenden Verträge und schlägt dir günstigere Angebote vor, falls es die gibt. Willst du wechseln, kannst du automatisch einen Vertragswechsel veranlassen. Klingt alles super - und super einfach.

Verträge werden digital verwaltet - über das Girokonto

Aber um dieses Angebot nutzen zu können, will MoneyMap Zugriff auf dein Girokonto. Per Software wird das Konto analysiert und die bestehenden Verträge für Mobilfunk oder Strom über eine Anbieterdatenbank zugeordnet. Die Verträge werden quasi digital für dich verwaltet. MoneyMap sagt dir, wie du Geld sparen kannst und falls du willst, kannst du wechseln. Über eine Provision für den Wechsel verdient Money Map Geld, für dich bleibt der Dienst gebührenfrei.

Aber willst du wirklich einem Unternehmen Zugriff auf dein Girokonto geben? Damit weiß Money Map auch, wann du wo was mit deiner Bankkarte gezahlt hast. Wie viel du verdienst, wie hoch deine Miete ist und so weiter.

Das Problem Datenschutz ist auch Frank Broer, dem Mitgründer des Start-ups bewusst. Im Blog Gründerszene erzählt er, dass ihn die Leute immer wieder auf das Thema ansprechen. Das Start-up verspricht hohe Sicherheitsstandards.

Bequem sein oder Daten für sich behalten

MoneyMap bietet für die Skeptiker eine Autocomplete-Funktion an. Damit lassen sich die Verträge manuell in die Software hinzufügen. Das bedeutet natürlich Mehraufwand - der direkte Zugriff auf das Konto ist bequemer.

Es gibt Alternativen

Alternativ zu MoneyMap gibt es bereits andere Kündigungsdienste im Netz. Die Wirtschaftszeitung Aktiv hat eine Liste zusammengestellt. Darauf steht zum Beispiel Aboalarm. Die Datenbank umfasst rund 16.500 verschiedene Unternehmen vom Telekommunikationsanbieter, über Versicherungen bis zum Fitnessstudios. Dort lassen sich Preise vergleichen und ihr könnt über die Website direkt eine Vertragskündigung verschicken. Pro Kündigung kostet das zwischen drei und fünf Euro. Auch Volders hilft bei Kündigungen. Per Standardbrief nimmt dieser sogenannte Vertragslotse dafür zwischen 2,50 und 3,50 Euro.