Im französischen Straßburg hat am Dienstagabend (11.12.2018) nahe des Weihnachtsmarktes in der Innenstadt ein Mann um sich geschossen.

Ungefähr gegen 20 Uhr am Abend hat ein Mann in der Nähe des Weihnachtsmarktes in der Innenstadt auf Menschen geschossen. Bei dem Anschlag wurden mindestens drei Menschen getötet, mehrere weitere wurden verletzt, einige davon schwer.

Laut Innenministerium gab es auch Schusswechsel mit der Polizei. Der hat etwa eine Stunde gedauert – dann ist der Mann geflohen.

Zur Weihnachtszeit besuchen jährlich etwa zwei Millionen Touristen die kleine französische Stadt. Bereits seit einigen Jahren wird der Weihnachtsmarkt von der Polizei schwer bewacht. Trotzdem ist es dem Täter wohl gelungen, durch die Kontrollen und Absperrungen zu gelangen.

Innenstadt gesperrt

Nach dem Vorfall wurde die Innenstadt abgeriegelt. Stundenlang saßen Menschen in Restaurants, Häusern und in einem Fußballstadion fest. Auch EU-Abgeordnete, Journalisten und Mitarbeiter des EU-Parlaments waren betroffen. Aktuell ist in Straßburg Sitzungswoche.

Die Blockaden der Innenstadt und vor dem Parlament sind in der Nacht wieder aufgehoben worden. Menschen, die festsaßen, konnten nach Hause oder wurden in einer Turnhalle untergebracht. Die französische Regierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Es wurde Verstärkung nach Straßburg geschickt. Aktuell sind dort 350 Polizisten und Soldaten im Einsatz, um nach dem Täter zu suchen, der im Südosten der Stadt vermutet wurde.

Der Täter ist ein 29-jähriger Mann, der den französischen Behörden schon vorher bekannt war und als Gefährder gilt. Er wurde bereits wegen anderer Delikte sowohl in Frankreich als auch in Deutschland mehrfach verurteilt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollte der Mann am Dienstagmorgen (11.12.2018) verhaftet werden, wurde aber zu Hause nicht angetroffen. Bei der Wohnungsdurchsuchung sollen Granaten und Sprengstoff gefunden worden sein.

Dieser Artikel beruht auf dem Kenntnisstand am 12.12.2018, 7:30 Uhr. Aktuelle Informationen gibt es im Newsportal auf DLF24.