Beim Lasern werden die Farbpigmente eines Tattoos in Moleküle zersetzt, die krebserregend sein können. Lassen wir unsere Tattoos also besser auf der Haut? Oder gibt es eine Alternative?

Beim Lasern entstehen Verbrennungsprodukte, die wie beim Rauchen ungesund sind. Ines Schreiver erforscht beim Bundesinstitut für Risikobewertung die Nebenwirkungen der Tattoo-Entfernung per Laser. Dafür hat sie die Haut von toten Schweinen tätowiert und anschließend gelasert. Dabei hat die Wissenschaftlerin beobachtet, wie die Pigmente, die beim Tätowieren in die Haut eingebracht werden, sich beim Lasern in Moleküle zersetzen. Die Moleküle können Blausäure, die schon bei niedriger Konzentration toxisch ist, Benzol oder aromatische Amine sein, die krebserregend sind.

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Wie gefährlich die Tattoo-Entfernung tatsächlich ist, kann Ines Schreiver nicht konkret sagen. Dafür müssten weiter Untersuchungen folgen wie Studien mit bis zu 10.000 Menschen, die über 20 bis 30 Jahre beobachtet werden. Deshalb kann Ines Sievers aus den vorliegenden Ergebnissen nicht folgern, dass durch die Tattoo-Entfernung das Krebsrisiko steigt.

Wer sich nicht lasern lassen will, kann kleinere Tattoos auch von einem Arzt operativ entfernen lassen. Dabei bleibt dann eine Narbe zurück. Größere Tattoos müssten in mehreren Sitzung herausoperiert werden. Eine andere Methode ist das Abschleifen bis das Tattoo verschwunden ist. Auch das sollte man von einem Arzt vornehmen lassen. Dadurch entsteht eine großflächige Wunde, die sich infizieren kann, die betroffene Stelle kann vernarben. Meist bleibt eine helle Stelle zurück, weil in der Haut die natürlichen Farbstoffe fehlen.

Finger weg von flüssigen Entfernern!

Auf jeden Fall solltet ihr die Finger von flüssigen Tattoo-Entfernern lassen. Das sind hochkonzentrierte Säuren, Laugen oder Enzyme, die unter die Haut gespritzt werden. Sie sollen zu einer Entzündung in der Haut führen, bei der die Farbpigmente des Tattoos abtransportiert werden. Folge sind Verätzungen der Haut, schlimme Narben oder ein heller Hautfleck.

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