Siedeln, Bauen, Nahrung suchen: "The Wandering Village" könnte ein klassisches Aufbauspiel sein – ist es aber nicht. Das Dorf, das wir errichten sollen, liegt auf dem Rücken eines Dinos – und der hat auch seine Eigenheiten und Bedürfnisse.

Seit "Sim City" sind Aufbauspiele nichts Neues mehr und kommen oft eher etwas verstaubt daher. Gerade jetzt sind sie aber wieder sehr beliebt, meint Deutschlandfunk-Nova-Reporter Thomas Ruscher. Vor allem dann, wenn es nicht nur um das Aufbauen einer Stadt oder eines Dorfes geht, sondern auch ums Überleben.

"Der nomadische Stamm beschließt jetzt, wo Sie den Onbu gefunden haben, können sie auch endlich sesshaft werden – und trotzdem nomadisch bleiben."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk-Nova-Gameexperte

In "The Wandering Village" stehen die Spieler*innen gleich vor mehreren Herausforderungen. Zu Beginn hat eine kleine Gruppe von Nomad*innen ihre Heimat durch toxische Sporen verloren. Auf dem Rücken eines gigantischen Tieres, das sich Onbu nennt, finden sie perfekte Bedingungen, um sich eine neue Heimat aufzubauen: Bäume, um Hütten zu bauen, Büsche mit Beeren und einen fruchtbaren Boden.

Mehr Spannung durch Bewegung

Anders als in ähnlichen Computergames liegt die Spannung bei "The Wandering Village" darin, dass sich das Dorf mit dem Onbu bewegt. Das sorgt regelmäßig für unerwartete Komplikationen, auf die sich die Spieler*innen so gut wie möglich vorbereiten müssen. Ob durch Wüsten oder Dschungelgebiete: Für alle Szenarien muss genügend Wasser gespeichert, Vorräte angelegt und die Produktion passender Lebensmittel angestrengt werden.

"Ich als Spieler kann kaum bestimmen, wo der Onbu langmarschiert. Deshalb kann es sein, dass er direkt in eine sengend heiße Wüste stampft."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk-Nova-Gameexperte

Daneben gilt es natürlich auch auf den Dinosaurier einzugehen. Schließlich ist das Nomad*innenvolk auf die Gunst des Onbu angewiesen. Grundsätzlich ist er im Game zwar gutmütig, doch das kann sich schnell ändern, wenn er nicht gefüttert wird die Bewohner*innen ihn verärgern.

Dorf in "The Wandering Village"
© Stray Fawn Studios
Die Welt sieht gemütlich aus, doch in "The Wandering Village" geht es auch ums Überleben.

"The Wandering Village" ist ein Aufbauspiel, das sich nicht damit erschöpft, einfach ein Dorf aufzubauen, sondern wird durch die Wanderung durch teilweise verseuchte oder schwierige Gebiete und die Pflege des Dinosauriers zu einem einzigartigen Computerspiel, findet Thomas.

Die Szenerie ist bunt und sieht eher fröhlich und gemütlich aus – doch im Grunde handelt es sich um eine post-apokalyptische Welt, in der das Überleben ein Kampf ist. Je nach Spieler*in kann die eine oder andere Spielkomponente fokussiert werden, was dem Spiel einen zusätzlichen Reiz gibt, sagt unser Gameexperte.

Klickt auf den Play-Button, um außerdem zu hören, inwiefern sich das Aufbauspiel "Floodlands" von "The Wandering Village" unterscheiden. Dabei geht es sehr viel ernster und realistischer zu.

  • Moderator:  Sebastian Sonntag
  • Gesprächspartner:  Thomas Ruscher, Deutschlandfunk-Nova-Reporter