Lisa, 27, ist Journalistin in Amsterdam. Eines Tages fühlt sie sich in der völlig überfüllten Tram einsam unter all den Menschen. Ein paar Wochen später bekommt Lisa nach dem Aufstehen weiche Knie, sie kann sich kaum auf den Beinen halten. Und noch ein paar Monate später hat sie Angst, wenn sie alleine im Dunkeln unterwegs ist. All das hat mit einem Ereignis zu tun, das längst vorbei ist: Bei einer Recherche im Kongo hat Lisa einen Überfall überlebt. Wie sie dieses Trauma zum Teil ihres Lebens gemacht hat, hört ihr in der Einhundert.

"Als ich mich für die Arbeit fertig gemacht habe, wurden meine Knie weich und fingen an zu zittern. Es fühlte sich an wie eine körperliche Reaktion auf all den Stress, der Wochen zuvor durch meinen Körper gegangen war."
Lisa hat einen Flashback Wochen nachdem sie aus dem Kongo zurückgekommen ist

Deutschlandfunk-Nova-Autorin Rahel Klein und Lisa kennen sich über eine gemeinsame Freundin. Und als Rahel mit ihr gesprochen hat, ist ihr klar geworden, dass Lisa Journalistin mit Leib und Seele ist. Ihr ist es wichtig über Dinge zu berichten, die weit weg sind - auch wenn ein Bericht über den Kongo womöglich das Leben der Menschen dort nicht sofort unmittelbar beeinflusst. Das sei auch Lisa klar, sagt Rahel. Ein erster Schritt kann es jedoch sein, aus der eigenen Blase rauszukommen und anderswo hinzuschauen - so wie Lisa es im Kongo getan hat.