Das US-Pentagon will ein "sicheres System" für Berichte über die Sichtung von Ufos einrichten. Dabei sollen Hinweisgeber einen Whistleblower-Status bekommen.

Die Zahl der angeblichen Ufo-Sichtungen in den USA ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass es sich bei den unerklärlichen Objekten tatsächlich um Ufos handelt.

Dennoch hat das US-Repräsentantenhaus nun beschlossen, dass Hinweisgeber*innen, die solche Luftphänomene melden, künftig ein sogenanntes sicheres Verfahren bekommen sollen. Ihnen soll also die Meldung ohne Angst vor negativen Folgen ermöglicht werden. Zudem sollen sie mit einem Zusatz ähnlich wie Whistleblower, also Menschen, die Missstände in Behörden oder Unternehmen aufdecken, geschützt werden.

Ufo-Meldung übers Internet

Voraussichtlich kann so eine Meldung übers Netz gemacht werden – anonym und vertraulich. Wegen diverser Gründe zögerten US-Soldat*innen, Informationen über solche Vorfälle unabhängig von ihrer Stichhaltigkeit weiterzugeben.

"Piloten des US-Militärs riskieren bisher ihren Status als zurechnungsfähige und flugberechtigte Menschen, wenn sie Phänomene melden", sagt Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Michael Gessat.

"Die Einrichtung einer Whistleblower-gleichgestellten Meldestelle in Ordnung. So können Pilot*innen 'unerklärliche' Phänomene ohne Angst melden."
Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Michael Gessat

Zugleich soll es Bundesbehörden und Auftragnehmern der Regierung untersagt werden, Strafmaßnahmen gegen Hinweisgeber*innen zu ergreifen. Sollten dennoch Sanktionen verhängt werden, könnten sich die Betroffenen mit einer Zivilklage wehren.

Insgesamt soll es um mehr Transparenz beim Thema Unbekannte Flugobjekte gehen. Denn das geplante Meldesystem soll dem Parlament dabei helfen zu unterscheiden, bei welchen Sichtungen es sich um Ufos handeln könnte oder ob zur gleichen Zeit am gleichen Ort Tests von Militärs stattfanden – und die zu sehen waren. "Außerdem nimmt das auch Verschwörungstheorien den Wind aus den Segeln", sagt Michael Gessat. "Keiner kann dann mehr sagen, dass die Regierung etwas verschweigt."